VEGAN FAQ

Erfahre mehr über Veganismus, pflanzliche Ernährung & Tierrechte 💡

WAS IST VEGAN?

Was heißt vegan eigentlich? 🤔 Die Antwort auf diese Frage liefert die Grundlage für alles andere! Weitere FAQs findest du darunter zum Ausklappen.

💡 Veganismus Definition: Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen ohne Missbrauch anderer Tiere leben sollen.
Bei Veganismus geht es um Gerechtigkeit ⚖️

Aber was bedeutet vegan sein praktisch und was ist ein Veganer? Veganismus ist KEINE ERNÄHRUNGSFORM. Somit ist auch nicht automatisch vegan, wer sich pflanzlich ernährt. Veganismus ist eine Lebensweise, bei der soweit wie lebbar Tiermissbrauch in unterschiedlichsten Bereichen wie Essen, Kleidung, Kosmetik, Unterhaltung usw. abgelehnt wird. Wer das umsetzt, ist per Definition vegan.
➡️ Mehr zur praktischen Umsetzung findest du unter WIE VEGAN.

Nach dieser Vegan Definition kann jeder vegan leben. Vegan lebende Menschen erkennen an, dass Menschen auch Tiere sind und respektieren die Grundrechte aller empfindungsfähigen Interessensträger.

🤫 Damit die Aufklärung über Tierrechte möglichst barrierefrei verbreitet werden kann, befindet sich am Ende jedes einzelnen FAQs ein LINK, den du mit den Menschen in deinem Umfeld teilen kannst 💡✅

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BASICS

WARUM VEGAN? ⚖️

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Die Fragen "Was heisst vegan?" und "Was ist Veganismus?" haben wir direkt ganz oben auf der Seite geklärt. Aber warum solltest du eigentlich vegan leben? Hier erfährst du es:

➡️ Alle Inhalte auf WARUM-VEGAN.COM ansehen und teilen!

Die kurze Antwort: Es gibt keinen ethisch relevanten Unterschied zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren, der eine Abwertung von Tieren zu Sklaven rechtfertigen würde. Darum leben wir vegan.

Kühe, Schweine, Hühner und viele weitere Tiere stehen jetzt gerade am Schlachthof und haben Todesangst. Das passiert, weil Menschen ihre Leichenteile oder Ausscheidungen essen wollen und sonstige Produkte und Dienstleistungen kaufen, für die Tiere missbraucht werden. Außerdem missbrauchen und ermorden Menschen selbst aktiv andere Tiere, beispielsweise beim Jagen oder Angeln. Jährlich werden über 80 Milliarden Landtiere abgeschlachtet und weit über 1,2 Billionen Fische und andere Wasserbewohner vernichtet - ein Massenmord.

Obwohl Menschen ohne Tierprodukte gesund leben können, hält sie meist einer der folgenden Gründe davon ab: 

  • Geschmack 
  • Bequemlichkeit 
  • Tradition und persönliche Gewohnheit 
  • Sozialer Druck der Masse 

Sind das wirklich zureichende Rechtfertigungen, um Tiere zu missbrauchen? Nicht wirklich, oder? Spätestens bei den letzten zwei Punkten handelt es sich zudem um Faschismus: Eine Gruppe (Menschen) erklärt sich aufgrund eines ethisch irrelevanten Eigenschaftsunterschieds (in diesem Fall Spezies) für besser und unterdrückt somit andere (nicht-menschliche Tiere). Aufrecht erhalten wird das Ganze, „weil es schon immer so war” und „die anderen es ja auch machen”. Wahrscheinlich bist du in anderen Kontexten entschieden gegen solche Systeme, oder?
Dann sind dein Verstand und dein Herz bereits vegan und es kommt jetzt nur noch darauf an, dein Handeln damit in Einklang zu bringen. Anders als viele denken, ist Veganismus viel mehr als nur eine Ernährungsweise. Neben tierischen Lebensmitteln boykottieren wir auch Tiermissbrauch für Kleidung, Kosmetik, Unterhaltung und andere Zwecke. Wer so handelt, ist per Definition Veganer.

Definition Veganismus: Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen ohne Missbrauch anderer Tiere leben sollen. 

Veganer wollen also einfach nur nicht, dass Tiere für sie missbraucht werden. Klingt doch eigentlich gar nicht so extrem, stimmt’s? Wirklich extrem ist hingegen, dass Gaskammern nach wie vor überall in Deutschland und auf der Welt stehen - nur, dass die Opfer anders aussehen und eine andere DNA haben. Was uns jedoch mit ihnen vereint, ist die Empfindungsfähigkeit. Schweine, Kälber, Küken usw. merken, ebenso wie Hunde und Katzen, was ihnen angetan wird. Sie können Freude empfinden, Angst haben und leiden. Sie haben eigene Interessen.

Warum sollten wir also die einen als Haustiere streicheln und die anderen als „Nutztiere” missbrauchen? Diese irrationale Unterscheidung nennt sich Speziesismus, Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit - parallel zum Rassismus, nur eben gegenüber anderen Tieren. Und sie geht noch weiter: Warum schützen wir uns selbst durch Menschenrechte und gestehen anderen empfindungsfähigen Wesen keinen Schutz zu? Warum schaffen wir keine Tierrechte als logische Erweiterung der Menschenrechte? Es gibt keinen ethisch relevanten Unterschied zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren, der eine Abwertung von Tieren zu Sklaven rechtfertigen würde. Wer antispeziesistisch handeln will, muss vegan leben. Denn: Tiere sind Kinder, in anderen Formen und Farben.

Veganer Definition sind Menschen Tiere vegan was ist das

Warum vegetarisch dafür nicht ausreicht? Auch für Milchprodukte, Eier, Leder oder Wolle, für Tierversuche, in Zoos, Zirkussen etc. werden Tiere missbraucht, vergewaltigt und oft an denselben Schlachthöfen ermordet wie für ihr Fleisch. Und ja, das passiert unabhängig davon, ob es sich um übliche Massentierhaltung oder um Bio handelt. Zudem werden Tiere in ihren natürlichen Lebensbereichen verfolgt, gejagt und geangelt. Das Problem ist nicht, wie jemand während seiner Sklaverei behandelt wird, sondern dass jemand überhaupt als etwas - als Eigentum, Nutzobjekt und Ware gesehen wird. Im Film Dominion erfährst du die ganze, ausführliche Wahrheit. Sei mutig, sieh ihn dir an und übernimm Verantwortung! Wie viele Opfer soll dein Leben noch fordern? Null, oder zu viele? Wenn die Antwort null lautet, musst du ab jetzt vegan leben


Ok, also ab jetzt vegan. ABER WIE?! Keine Sorge, du musst kein Gras essen, sondern kannst weiterhin bei Pizza, Burger, Döner, Schnitzel, Eiscreme, Kuchen, Schokolade, Keksen und allem, was du sonst noch magst, bleiben. Für all diese Köstlichkeiten gibt es pflanzliche Alternativen, für die niemand ins Schlachthaus fahren musste. Wir nehmen dich an die vegane Hand: Mehr Infos und Einstiegshilfen haben wir dir auf WIE VEGAN zusammengestellt.

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Was ist Speziesismus? 🐮🐷🧑🏼

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Speziesismus ist die Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit. Es handelt sich meist um die erste Form von Diskriminierung, die wir als Kinder erlernen. Uns wird gezeigt, dass man Hunde streichelt, aber Schweine, Kühe oder Hühner tötet und isst. Diese Trennung ist genauso irrational wie Rassismus, Sexismus oder Homofeindlichkeit. Trotzdem wird versucht, über die immer mitschwingende, speziesistische Aussage „Es sind ja nur Tiere” unvorstellbare Grausamkeiten zu rechtfertigen.

Die Kategorisierung von Tieren in „Nutztiere" und „Haustiere" ist willkürlich und basiert auf kulturellen Traditionen, nicht auf ethischer Logik. Wo liegt der moralisch relevante Unterschied zwischen Hunden oder auch Menschen und Schweinen, Kühen usw., der es rechtfertigt, letztere in Gaskammern zu treten oder sie abzustechen?

 
Und weiter: Warum werden Menschen durch Menschenrechte geschützt, während es für andere empfindungsfähige Wesen keine Tierrechte gibt?

Anti-Speziesismus verkennt nicht, dass es Unterschiede zwischen uns und anderen Tieren gibt. So gibt es auch Unterschiede zwischen Menschen: Augenfarben, Hautfarben, Geschlechter und vieles mehr. Jedoch ist keiner dieser Unterschiede eine zureichende Rechtfertigung, um jemandem Sklavenstatus zuzuschreiben - ebenso wenig wie die Spezieszugehörigkeit.
Wenn du gegen Rassismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung bist, solltest du auch Speziesismus hinterfragen, vegan leben und dich aktiv für die Tiere einsetzen, deren Stimmen Tag für Tag unterdrückt werden!

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Ist Honig vegan? 🍯

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Kurz und knapp: nein. 
Weil Honigbienen empfindungsfähig sind und in der Honigproduktion regelmäßig missbraucht und ermordet werden. Honig ist ihr eigenes Futter, das ihnen weggenommen und meist durch nährstoffarmes Zuckerwasser ersetzt wird. Praktiken wie künstliche Befruchtung, Flügelstutzen, Lebendtransporte und Massenvernichtung ganzer Kolonien sind gängige Praxis. Da wir ohne Honig leben können, ist es unsere ethische Verpflichtung, dies auch zu tun - zumal es jede Menge leckere und sogar gesündere Alternativen gibt.

Und jetzt nochmal ausführlicher: Warum ist Honig nicht vegan?

Die Grundlage für unsere Antwort ist, dass Bienen ein Nervensystem haben und damit anzunehmen ist, dass sie empfindungsfähig sind:


Quelle

Somit merken sie höchstwahrscheinlich, welche unmoralischen Praktiken für Honig an ihnen vollzogen werden:
Schon das bloße Wegnehmen des Honigs ist meist ethisch problematisch. Honig ist Futter für die Bienen selbst, für das sie sehr viel Kraft und Mühe aufwenden. Weil der Mensch den Bienen ihren Honig wegnehmen will, werden sie stattdessen i.d.R. mit Zuckerwasser gefüttert. So fehlen den Bienen oftmals für die Gesundheit wichtige Nährstoffe.
Honigbienen wurden z. B. auf Honigertrag und Sanftmut gezüchtet, sodass sie heute als domestizierte Tiere gelten können. Ähnlich wie in der Milchindustrie entsteht ein Überschuss an Honig erst durch die Zucht auf Leistung und es besteht kein menschlicher Bedarf, sodass allein die Überschussentnahme eine ungerechte Nutzung darstellen kann.
Allein deshalb essen Veganer Honig nicht und das reicht in den meisten Fällen als Begründung aus. Lass uns die Praktiken in der Honigindustrie trotzdem noch etwas genauer beleuchten:

Es findet in der konventionellen Honigindustrie meist eine künstliche Befruchtung statt. Dazu werden i.d.R. 8-12 männliche Bienen zu Tode gedrückt, um ihren Samen zu entnehmen. Anschließend wird die Bienenkönigin normalerweise festgehalten, um ihr den Samen zu injizieren.
Lebendtransporte in kleinen Paketen über weite Strecken sind ebenfalls Normalität. Einmal im Ziel-Stock angekommen, wird die Bienenkönigin markiert und ihr werden häufig die Flügel gestutzt, damit sie nicht ausschwärmen kann. Die große Bienenkolonie soll schließlich zusammen bleiben, da das den höchsten Profit ergibt.

Inzwischen sollte deutlich geworden sein, wieso Honig als Veganer ein No-Go ist. Aber es geht noch weiter:
Auch Massenvernichtung ist in der Honigindustrie Standard. Wenn eine Kolonie nicht länger profitabel ist (z. B. am Ende der warmen Jahreszeit), werden die kleinen Bewohner des gesamten Bienenstocks oft ermordet. Gängige Methoden dafür sind Verbrennen, Ertränken in Seifenwasser oder Vergasen mit CO2.
Vorab sterben viele Bienen bereits einen qualvollen Tod aufgrund von schlechter Isolierung des Stocks, Futtermangel oder Parasitenbefall.

Die Frage “Warum essen Veganer keinen Honig?” sollte nun also beantwortet sein. Aber hilft Honig nicht gegen das Bienensterben? Dazu muss man wissen, dass in der Honigindustrie massive Zahlen an Honigbienen gezüchtet werden, die viele Wildbienenarten aus ihrem Lebensraum verdrängen. Das passiert nicht zuletzt, weil Honigbienen als “Generalisten” von nahezu allen Pflanzen Nahrung sammeln und sie bestäuben können, während Wildbienen als “Spezialisten” auf bestimmte Pflanzen beschränkt sind. Somit können die meisten Bienenarten ihr Überleben nicht mehr sichern und die Honigproduktion ist, anders als viele denken, tatsächlich mitverantwortlich für das Bienensterben.

Wieso Veganer Honig Essen meiden, haben wir geklärt. Bestimmt fragst du dich jetzt aber “Was kann ich anstelle von Honig nehmen”? Keine Sorge, bee got you! Wir zeigen dir, welche vegane Alternative zu Honig hinsichtlich verschiedener Faktoren wie Nährstoffen am besten ist:

Zwischenfrage: Wie gesund ist Honig wirklich?
Die Industrie selbst behauptet gerne, dass Honig gesund sei. Honig wird oft als gesundes Naturprodukt vermarktet, doch wissenschaftlich betrachtet ist er im Wesentlichen eine Zuckerquelle – bestehend zu etwa 80 % aus verschiedenen Zuckerarten. Zwar enthält Honig minimale Mengen an Nähr- und Mineralstoffen, doch Studien zeigen, dass diese keinen nennenswerten gesundheitlichen Vorteil gegenüber normalem Haushaltszucker bieten. Die gesundheitlichen Wirkungen sind laut EFSA und anderen Fachquellen nicht signifikant. Für den Körper bleibt Honig also vor allem eines: ein Produkt mit vergleichbaren Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die Zahngesundheit wie anderer Zucker.
Und selbst, wenn Honig super gesund wäre, würde das noch lange keine Rechtfertigung für Tiermissbrauch darstellen. Welche vegane Honig Alternative am besten zu dir passt, ist letztlich Geschmackssache und eine Frage dessen, worauf du Wert legst. Hinsichtlich Kalorien, Zucker- und Ballaststoffgehalt schneidet Dattelsirup am besten ab und ist damit unser Favorit. Du triffst deine persönliche Entscheidung, solang keine Opfer involviert sind, denn:
NICHT VEGAN SEIN IST NICHT OK - das finden auch die kleinen Bienen. 🐝  

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Kann man Haustiere vegan ernähren? 🐶🐈🐟

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Ja, du kannst „dein” Haustier vegan ernähren.
Bevor wir tiefer einsteigen, sollten wir erstmal klären, warum man überhaupt Haustiere vegan ernähren sollte. Obwohl dieser Irrglaube weit verbreitet ist, handelt es sich bei Fleischfutter nicht um ein „Abfallprodukt”. Vielmehr ist es eine millionenschwere Industrie, die Schlachthäusern unterm Strich mehr Geld beschert. Stattdessen kann man zu pflanzlichem Futter greifen. Dieses ist vegan, weil kein Tiermissbrauch stattfindet. Es kann nämlich nicht fair sein, andere ebenso empfindungsfähige Tiere wie Kühe, Schweine und Hühner ohne Notwendigkeit züchten und für ein Begleit-Tier ins Schlachthaus treten zu lassen. Aber wie steht es wirklich um die Notwendigkeit?

Kann man Hunde vegan ernähren?


Kurz gesagt: Ja, denn Hunde können ihren Nährstoffbedarf problemlos pflanzlich decken. Eine groß angelegte
Peer-Review-Studie aus dem Jahr 2022, in der über 2.600 Hunde-„Besitzer” (solche, die „ihren” Hund vegan ernähren und solche, die ihm Fleisch geben) befragt wurden, hat gezeigt, dass die vegan ernährten Hunde tatsächlich am wenigsten krank sind. 

In erster Linie brauchen Hunde Kohlenhydrate, Fette sowie Proteine mit den richtigen, essentiellen Aminosäuren. All das können sie aus rein pflanzlichem Futter bekommen. Eine Doktorarbeit aus dem Jahr 2023 ergab, dass in Hundefutter mit Kombination aus verschiedenen Hülsenfrüchten enthaltene Aminosäuren genauso gut nutzbar gemacht werden können wie bei Futter aus Leichenteilen von Hühnern:


Quelle

Auch diese Studie konnte belegen, dass es bei relevanten Krankheiten keine Zunahme durch veganes Hundefutter gibt. Vegan ernährte Hunde sind und bleiben genauso gesund wie mit Fleisch ernährte.

Kann man Katzen vegan ernähren?


Menschen, die eine Katze vegan ernähren wollen, stoßen oftmals schnell auf Gegenwind. Schließlich essen Katzen als Carnivore natürlicherweise Fleisch und es ist Tierquälerei, ihnen das vorzuenthalten… oder? Es ist zwar richtig, dass Katzen carnivore Tiere sind - allerdings ist die Natur kein passender Maßstab dafür, was moralisch richtig ist. Genau wie Menschen brauchen sie Nährstoffe, nicht Leichenteile oder andere Tierprodukte. Für Katzen sind beispielsweise Taurin, L-Carnitin und Arachidonsäure wichtig, die jedoch synthetisch ergänzt und über pflanzliches Futter aufgenommen werden können. Lass uns dazu nochmal etwas näher hinsehen, was die Wissenschaft sagt: Ist veganes Katzenfutter gesund?

Auch hier gibt uns eine groß angelegte Peer-Review-Studie aus dem Jahr 2021 Aufschluss. Dort wurden über 1.300 Menschen befragt, sowohl solche, die „ihre” Katzen vegan ernähren als auch solche, die sie mit Fleisch füttern. Zusammenfassend hatten ausschließlich pflanzlich ernährte Katzen weniger Magen-Darm-Beschwerden, weniger Lebererkrankungen, waren schlanker und galten insgesamt als gesünder. Die Frage „Ist eine vegane Ernährung für Katzen geeignet?” lässt sich also i.d.R. genau wie bei Hunden mit JA beantworten.

Es gibt bereits seit einigen Jahren pflanzliches Trockenfutter, das als Alleinfuttermittel für Katzen deklariert ist. Daher sind bei der Verwendung für gewöhnlich keine weiteren Supplements/Nahrungsergänzungsmittel nötig, sofern bisher vom Tierarzt nichts besonderes verordnet wurde. Unter anderem auf kokku-online.de oder simplyvegan.de findet man neben den veganen Trockenfuttermitteln von Ami, V.E.G. und Benevo auch ein veganes Nassfutter für Katzen (Benevo Duo), das laut Hersteller bedarfsdeckend ist. Andere Nassfuttersorten, z.B. von V.E.G., sind meistens lediglich als Ergänzungsfuttermittel deklariert, sollten also nicht den relevanten Teil der Ernährung ausmachen.

Vom Selberkochen ist für gewöhnlich abzuraten, bzw. ist es nur bei entsprechender Beratung und Rationsplanung durch eine einschlägige Fachkraft in Erwägung zu ziehen - da viele Rezepte, die im Internet zu finden sind, nicht bedarfsdeckend sind, kritische Nährstoffe (wie Taurin oder Arachidonsäure) häufig fehlen und nicht gewährleistet wird, dass Nährstoffe im richtigen Verhältnis vorhanden sind und aufgenommen werden können.

Sofern das Trockenfutter nicht (direkt) von der Katze angenommen/akzeptiert wird, kann man es auch einweichen und quasi als Nassfutter anbieten. Das kann auch bei der Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung hilfreich sein, da man so schrittweise das pflanzliche Trockenfutter unter das bestehende Nassfutter mischen kann.

Die Umstellung kann in Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen, auch wenn viele dem Thema ggü. nicht offen und häufig nicht mit der Studienlage dazu vertraut sind. In diesen Fällen kann man sie dennoch nach ihrer bestmöglichen Unterstützung fragen. Dazu gehört beispielsweise die Klärung zu tierspezifischem Nährstoffbedarf (z. B. aufgrund von Alter oder bestimmten chronischen Krankheiten) und Kontrolluntersuchungen, vorrangig der Blutwerte.
Weitere Informationen zur Studienlage und zur Frage, ob wir Haustiere vegan ernähren sollten, findet ihr auf tiervutter.de.

 

Zwischenfazit 

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Hunde und Katzen rein pflanzlich zu ernähren, sofern sie das Futter fressen und auf bestimmte Kriterien geachtet wird. Dies untermauert auch Tierarzt Dr. Andrew Knight: „Unabhängig von der Kombination aus Bestandteilen sollten Futtermittel so formuliert werden, dass sie den Anforderungen der jeweiligen Tierart in Bezug auf Geschmack, Nährwerte und Bioverfügbarkeit entsprechen. Es gibt keinen wissenschaftlichen Grund, warum ein Futter, das nur aus pflanzlichen, mineralischen und synthetischen Inhaltsstoffen besteht, nicht alle diese Anforderungen erfüllen kann”.

Eines ist dabei logisch: Menschen müssen sich mit Ernährung befassen, wenn sie ihr Leben lang gesund bleiben wollen. Selbiges gilt für die Haustier-Ernährung, ob das Katzen- und Hundefutter vegan ist oder nicht. 
Für ausgewachsene, gesunde Hunde und Katzen gibt es nährstoff-deckendes Fertigfutter. Sowohl was veganes Hundefutter als auch veganes Katzenfutter angeht, ist es wichtig, darauf zu achten, dass es sich um Alleinfuttermittel handelt. 

Hundefutter vegan Alleinfuttermittel:

Katzenfutter vegan Alleinfuttermittel:

Alleinfuttermittel für beide: 

Aber ist das alles nicht unnatürlicher Zwang?

Wer vegan Haustiere halten will, für den ist auch die Ernährung ein wichtiges Thema. Genau betrachtet können Hunde und Katzen selbst gar nicht vegan sein, da Veganismus keine Ernährungsform, sondern eine moralische Haltung ist. Zu dieser können sich die Tiere, die mit uns leben, nicht entscheiden. Wir können nur entscheiden, sie pflanzlich zu ernähren. 
Als Entscheidungsträger zwingen wir Haustieren (wie auch Kindern) IMMER unsere Moral und die damit einhergehenden Konsumentscheidungen auf. Das kann bedeuten, dass wir sie zwingen, ohne ihr Wissen die toten Körper anderer zu essen - oder eben, Pflanzen zu essen. Wie schon beschrieben, kann die Natur hierbei kein moralischer Kompass sein.

Davon abgesehen existieren Hunde und Katzen, wie wir sie heute kennen, nur durch Domestizierung und haben sich aufgrund von menschlicher Verantwortungslosigkeit (z. B. in Bezug auf Kastrationen) extrem vermehrt. Durch Zucht wurden Hund und Katze den menschlichen Bedürfnissen immer weiter angepasst und haben mit ihren wilden Vorfahren wie Wölfen oder Löwen heutzutage kaum mehr etwas gemeinsam. Von der Natur sind wir also bereits weit entfernt. Veganes Tierfutter ist eine menschengemachte Lösung für ein menschengemachtes Problem, die es ermöglicht, die vielen Haustiere zu füttern, ohne dafür andere ermorden zu lassen.

Leuchtet ein, oder? Dann LEB VEGAN STATT IRRATIONAL. 🐕🐈⬛⚖️

Grundsätzlich gilt bei einer veganen Lebensweise übrigens: Adopt, don’t shop. Tiere sollten keine Ware sein, die nach unseren Vorstellungen gezüchtet, verkauft oder verschenkt werden. Es leben viele Tiere in Tierheimen, für die ein neues Zuhause ein besseres Leben bedeuten kann; Und mittlerweile gibt es einige Organisationen, die sich auf die Vermittlung von Straßenkatzen (und -hunden) spezialisiert haben. Auch ist es wichtig, sich der Verantwortung bewusst zu sein, die man ggf. für ein Haustier übernimmt. Das Leben mit einem tierischen Begleiter erfordert Geld und Zeit, um ihren verschiedenen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht zu werden.

Du willst dich weiter informieren? Schau hier vorbei ⬇️

Vegane Hundeernährung: Tierarzt erklärt, warum Hunde gesund pflanzlich leben können

Kann man Hunde vegan ernähren? Ja – sagt Tierarzt Dr. med. vet. Uwe Romberger im Interview. Er füttert „seine” Hunde seit über sieben Jahren mit veganem Hundefutter und bestätigt: Vegane Hundeernährung ist möglich, gesund und tierschutzkonform – wenn sie bedarfsdeckend erfolgt. Studien zeigen, dass pflanzlich ernährte Hunde mindestens genauso gesund sind wie mit Fleisch gefütterte. 

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Was ist der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch? 🌱⚖️

Angelegt am: 09.10.2025
Zuletzt bearbeitet am: 09.10.2025

Der große Unterschied zwischen vegan und vegetarisch ist, dass es sich beim Vegetarismus um eine Ernährungsform, beim Veganismus hingegen um eine Gerechtigkeitsbewegung handelt. Doch was bedeutet das genau? 

 

Unterschied vegan und vegetarisch

Vegetarier essen aus Mitleid mit den Tieren, Gesundheits- oder Umweltgründen kein Fleisch, also keine Leichenteile. Im Herzen sind die meisten von ihnen (wie alle Menschen) bereits vegan, denn sie wollen Tiere nicht als Ware verwenden. 

Also was ist der Unterschied zwischen Vegetarier und Veganer? Beim Veganismus wird der Grundsatz, dass Tiere keine Ware sind, zu Ende gedacht. Veganismus stellt sich deshalb als ethisches Prinzip gegen Tiermissbrauch in allen Lebensbereichen - Essen, Kleidung, Kosmetik, Entertainment usw. 
Die Frage “Was ist vegan und vegetarisch?” sollte hiermit also geklärt sein. Aber warum solltest du überhaupt vegan leben? 


Unterschied vegetarisch und vegan: Warum vegetarisch nicht ausreicht

Wer die Ansicht teilt, dass Tiere MIT uns und nicht FÜR uns da sind, muss vegan leben. Denn auch für vegetarische Produkte werden fühlende Tiere mit eigenen Interessen wie leblose Objekte behandelt. Wir erklären dir das einmal anhand der Milch-, Eier- und Lederindustrie.

Vegetarisch und vegan Unterschied: Milch
Um überhaupt Milch geben zu können, müssen Kühe (genau wie menschliche Frauen) schwanger sein. Daher wird zunächst Sperma vom Bullen abmasturbiert und die Kuh wird besamt. Auf diese Vergewaltigung und die Geburt folgt die Trennung von Mutter-Kuh und Baby-Kuh. Da der Mensch die Muttermilch trinken will, soll das Baby sie schließlich nicht bekommen. Ist das Kuh-Baby männlich, endet es am Schlachthof und wird zu Kalbfleisch, ist es weiblich, wird es ebenso als Milchkuh missbraucht wie seine Mutter. Nach wenigen Jahren, sobald eine Milchkuh ausgelaugt und nicht mehr profitabel genug ist, wird sie i.d.R. am Schlachthof ermordet.

Was ist der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan Milch

Vegetarisch und vegan Unterschied: Eier
Ähnliches passiert in der Eierindustrie. Da männliche Küken keine Eier legen können, gelten sie als wertlos und werden meist gleich nach Beginn ihres Lebens geschreddert, vergast, zerdrückt oder alternativ nach einer kurzen Mast ermordet und als Hähnchenfleisch verkauft. Die Legehennen werden als Sklavinnen für Eier gehalten und erleiden durch die meist massive Überzüchtung oft z. B. Knochenbrüche oder Entzündungen der Kloake. Sobald der Profit nicht mehr ausreichend ist, werden auch sie vernichtet.

Was ist der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan Eier

Vegetarisch und vegan Unterschied: Leder
Um den Unterschied zwischen vegetarisch und vegan noch deutlicher zu machen, werden wir einen Blick über den buchstäblichen Tellerrand hinaus - denn nicht nur für Essen werden Tiere missbraucht, was der Vegetarismus allerdings gänzlich verleugnet.
Das zeigt sich am Beispiel Leder. Dieses wird irrtümlicherweise häufig als Nebenprodukt der Fleischindustrie gesehen, ist aber ein wirtschaftlich wertvolles Produkt, für das Schlachthöfe zusätzlich Geld erhalten. Viele Kühe werden außerdem extra für Leder geschlachtet. Das meiste Leder wird aus Ländern wie Indien importiert, wo die Kühe oft sehr weite Strecken zu Fuß ohne Nahrung zurücklegen müssen, bis sie den Schlachthof erreichen. Dort wird ihnen in vielen Fällen ohne Betäubung voreinander die Kehle aufgeschlitzt, oder sie werden gar lebendig gehäutet.


Vegetarisch oder vegan was ist gesünder?

Weder vegetarisch noch vegan ist pauschal gesünder. Gesundheit hängt davon ab, wie gut die Ernährung geplant und ausgewogen ist. Das bedeutet, dass sowohl bei vegetarischer als auch bei veganer Ernährung bestimmte Nährstoffe wie Vitamin B12 kritisch sein können und insbesondere als Veganer eine Supplementierung notwendig ist. Eine pflanzliche Ernährung kann zugleich das Risiko für gewisse Erkrankungen senken, dies ist aber auch von der Qualität der verwendeten Lebensmittel abhängig. Wer sich beispielsweise nur von Pommes und Cola ernährt, dürfte wohl kaum mit gesundheitlichen Vorteilen rechnen.
💡 Die gesamte Studienlage bzgl. Sicherheit und potenziell kritischen Engpässen findest du in unserem liebevoll aufgearbeiteten STUDIEN-DOKUMENT 🧐✅

Die Entscheidung für ein veganes Leben fällt nicht aus gesundheitlichen, sondern aus tierethischen Gründen. Wer einmal im Monat einen Fisch angelt und ihn isst, dessen Gesundheit wird es höchstwahrscheinlich nichts ausmachen. Dem Fisch macht es allerdings sehr viel aus, denn ihm wird sein gesamtes Lebensinteresse abgesprochen.

Ebenso wenig schadet es deiner Gesundheit, wenn du Pelz, Leder oder Wolle trägst - der Unversehrtheit deiner Opfer schadet es hingegen massiv. Es bleibt ein eindeutiges Fazit: Nicht vegan sein ist nicht OK - das gilt besonders aus Sicht der Tiere. Wenn du also schon vegetarisch lebst und findest, dass wir die Interessen von Tieren berücksichtigen müssen, geh den logischen Schritt und leb ab jetzt vegan. Alles, was du für den Umstieg brauchst, findest du auf WIE-VEGAN.COM 🤗

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Angst vor Ablehnung: Meine Familie und Freunde sind nicht vegan - was kann ich tun? 😢

Angelegt am: 29.01.2026
Zuletzt bearbeitet am: 29.01.2026

Wenn Familie oder Freundeskreis nicht vegan leben, entsteht oft ein Spannungsfeld - Betroffene berichten von Ausgrenzung, Rechtfertigungsdruck oder subtiler Abwertung. Für viele ist sozialer Ausschluss die größte Angst als neuer Veganer und die mitunter größte Hürde, um überhaupt vegan zu werden.
Wir können das verstehen, niemand wird gerne von seinem “Rudel” ausgestoßen. Aber keine Sorge, wir sind für dich da 🤝 Hier findest du die besten Tipps, um als vegan lebender Mensch sachlich, strategisch und vor allem gesund mit einem nicht-veganen Umfeld umzugehen.


Warum das Umfeld ablehnend reagiert

Ablehnung hat selten mit dir persönlich zu tun. Trotzdem kann Veganismus Konflikte hervorrufen. Häufige Ursachen sind das unangenehme Gefühl, dass das eigene Verhalten moralisch hinterfragt wird und oft auch das schlechte Gewissen, das in deinen Mitmenschen arbeitet und das sie auf dich projizieren. Dein Veganismus wirkt wie ein Spiegel. Für manche Menschen ist das schwer auszuhalten. Hinzu kommen Gewohnheiten, Gruppendynamiken und Fehlinformationen, die über Generationen hinweg verbreitet wurden.

Wenn die eben beschriebenen Mechanismen stark ausgeprägt sind, wird das stellenweise als Veganophobie bezeichnet: Veganophobie ist die ablehnende oder feindselige Haltung gegenüber Menschen, die vegan leben. Sie äußert sich unter anderem durch Spott, Abwertung, soziale Ausgrenzung, pauschale Vorurteile oder das systematische Infragestellen der veganen Lebensweise. Im Kern geht es nicht um sachliche Kritik, sondern um die Abwehr einer Lebensentscheidung, die bestehende gesellschaftliche Normen infrage stellt.
Wichtig für dich ist also die klare Erkenntnis: Ablehnung ist nicht per se ein Beweis dafür, dass du falsch liegst. Sie ist ein Zeichen dafür, dass du eine bestehende Norm durchbrichst. 

 

Vegan und sozialer Druck: Unsere besten Tipps 

Wir wissen, wie schwierig es sein kann, mit sozialem Druck umzugehen - gerade, wenn man frisch vegan ist. Deshalb haben wir hier die besten Tipps bezüglich Umgang mit dem nicht-veganen Umfeld zusammengestellt. So kann dir vegan Leben trotz Familie und Freunden gelingen, die kritisch eingestellt sind:

Tipp #1: Sprich mit potenziellen Verbündeten

Häufig gibt es ein, zwei Personen, die mehr Interesse zeigen als der Rest und denen man zutraut, einfach selbst den Schritt zum Veganismus zu gehen. Bleib diesen Menschen gegenüber nicht still! Erzähle ihnen, was du gelernt hast, zeige ihnen die Inhalte auf Warum-Vegan.Com, insbesondere den Film DOMINION, und teile die praktischen Hilfestellungen auf Wie-Vegan.Com, wie beispielsweise unsere Einkaufsliste, mit ihnen.
Im besten Fall hast du so schon bald eine weitere Person auf deiner Seite und - was am wichtigsten ist - auf der Seite der Tiere. Falls es nicht klappt, kannst du mit Tipp #2 weitermachen 👇


Tipp #2: Kommuniziere ruhig und klar 

Wenn Gespräche entstehen, von denen du weißt, dass sie eher schwierig sein werden, halte sie niedrigschwellig und faktenbasiert. Vermeide es, die Menschen direkt anzugreifen (z. B. mit “Wie kannst du SOWAS noch essen?!”) - auch, wenn es dir auf der Zunge liegt. Sprich stattdessen über dich und vertritt deinen Standpunkt. Sätze wie “Für mich war entscheidend, dass ich mein Handeln mit meinen Werten in Einklang bringe” sind genauso geradlinig und eindrucksvoll, erzeugen aber meist weniger Trotzhaltung. 

Außerdem kannst du dich darauf verlassen, dass einiges an Einfluss unbewusst geschieht: Wenn dein Umfeld sieht, dass du dauerhaft gesund, stabil und zufrieden lebst, verliert das bekannte, anti-vegane Klischee an Glaubwürdigkeit.

Tipp #3: Nimm den Druck raus 

Wie schon beim Thema Resilienz beschrieben, kannst und musst du nicht jeden überzeugen. Wichtig ist, dass du deine innere Haltung stabilisierst, indem du dir immer wieder bewusst machst, dass du auf der richtigen Seite stehst. Wenn du selbst ruhig und sicher auftrittst, verliert dein Umfeld den Hebel, dich zu provozieren. 

Beispiel für eine gesunde Grundhaltung: 
- Ich erkläre mich, wenn echtes Interesse da ist.
- Ich diskutiere nicht, nur weil es jemand von mir erwartet.
- Ich stehe auf der richtigen Seite und muss mich nicht rechtfertigen.

Tipp #4: Setze bewusst Grenzen

Grenzen setzen ist kein Egoismus, sondern Selbstfürsorge. Wenn Provokationen oder ständige Diskussionen zur Regel werden und du merkst, dass du bei gewissen Personen wahrscheinlich niemals durchdringen wirst, ist eine Grenze notwendig. Es bringt den Tieren nichts, wenn du an diesen wenigen Personen ausbrennst - nutze deine Kraft lieber anderweitig, um effektiven Aktivismus zu betreiben und offenere Menschen zu erreichen.
Eine persönliche Grenze sollte ruhig, klar und ohne Aggression formuliert sein, zum Beispiel: “Ich kommentiere euer Verhalten nicht ungefragt und erwarte umgekehrt dasselbe”. Merke dir: Nicht jede Bemerkung verdient eine Antwort und nicht jede Einladung ist ein Pflichttermin. Du darfst auswählen, wo du deine Energie investierst. Das absolut Mindeste, was du von Freunden und Familie verlangen darfst, ist, dass sie deine vegane Identität akzeptieren.

Tipp #5: Wenn Menschen resistent sind 

Was tun, wenn Familie anti-vegan ist? Wir wollen realistisch sein: Nicht jede Beziehung ist belastbar. Wenn du dauerhaft auf Granit beißt, dich nur noch ärgerst oder abgewertet wirst, darfst du dir die Frage stellen, wie viel Nähe dir guttut. Es ist normal und in Ordnung, dass Beziehungen jeder Art manchmal aufgrund von unterschiedlichen Wertvorstellungen enden. Du verdienst ein Umfeld, das dich unterstützt, nicht eines, gegen das du ständig mehr oder weniger standhalten musst.

Doch wie findet man vegane Freunde? Oft entsteht, besonders im Rahmen von Aktivismus, auch ein neuer, veganer Freundeskreis oder sogar eine kleine vegane Familie (die sich nicht über Blutsverwandtschaft definieren muss). Zudem kannst du vegane Menschen online kennenlernen, beispielsweise auf Discord-Servern wie selbst.kritisch.vegan oder Richtig! Laut! Vegan! 😊

 

Ist es ok, weiter mit uneinsichtigen Nicht-Veganern Zeit zu verbringen?

Wenn Freunde und Familie ihr Verhalten partout nicht ändern wollen, stehen vegan lebende Menschen früher oder später vor der Wahl, das zu akzeptieren, oder den Kontakt abzubrechen. Es gibt keine eindeutige Antwort darauf, was die richtige Entscheidung ist, aber wir möchten dir trotzdem ein paar Gedanken mit auf den Weg geben:
Auf der einen Seite haben die Tiere keinen Vorteil davon, wenn du die Verbindung abbrichst. Möglicherweise haben sie sogar einen gewissen Nachteil, weil niemand mehr genau diesen Menschen das Thema Veganismus vor Augen führt. Auf der anderen Seite hast du nur begrenzte Kraft zur Verfügung und solltest diese bei Menschen einsetzen, die sich wahrscheinlich ändern werden. Dazu kommt, dass es sehr belastend sein kann, Zeit mit jemandem zu verbringen, der ganz andere Werte vertritt als du. Du würdest deine Werte vermutlich nicht aufgeben, um Nähe zu Menschen zu halten, die “Haustieren” Gewalt zufügen (lassen) - warum solltest du diese Grenze bei ebenso empfindungsfähigen sogenannten “Nutztieren” nicht ziehen dürfen?


Fazit: Du bist nicht das Problem

Nicht-vegane Freunde und Familie sind für viele herausfordernd - und vielleicht auch die größte innere Hürde gegen Veganismus. Aber: Diese Hürde ist nicht unüberwindbar. Unverständnis und Ausgrenzung haben so gut wie nie etwas mit dir persönlich zu tun. 

Du kannst nicht kontrollieren, wie Menschen reagieren. Du kannst aber kontrollieren, wie selbstbestimmt du deinen Weg gehst. Wenn du noch nicht vegan lebst, weil du Angst vor der Reaktion deines Umfelds hast, dann sei ehrlich zu dir: Diese Angst ist nachvollziehbar, aber sie ist lösbar. Niemand muss perfekt sein und sofort alle Beziehungen neu ordnen. Menschen passen sich an, Gespräche verändern sich, Beziehungen klären sich mit der Zeit. Und oft zeigt sich erst nach dem Schritt, wer wirklich zu dir passt.
Häufig reagieren andere erstmal komisch und nehmen deine neue Lebensweise dann schnell hin - und notfalls lässt sich auch ein neues Umfeld aufbauen. Vegan zu sein bedeutet nicht automatisch, allein zu sein. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Am Ende ist all das leichter, als mit dem Gewissen leben zu müssen, nicht nach deinen inneren Überzeugungen gehandelt zu haben. Du schaffst das! 💚

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Was mache ich mit nicht-veganen Lebensmitteln/ Dingen, die ich noch zu Hause habe? 🤨

Angelegt am: 12.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 12.02.2026

Du willst ab jetzt vegan leben? Stark, das ist ein echter Wendepunkt, der befreiend und chaotisch zugleich sein kann. Du hast beschlossen, nach deinen Werten zu leben, aber im Kühlschrank stehen vielleicht noch Milch und Eier, im Regal liegt nicht-vegane Schokolade und im Gefrierfach sind Fischstäbchen. Plötzlich fühlt sich dein eigener Haushalt wie ein Widerspruch an. Und was nun? Wir kennen das und nehmen dich an die Hand, um eine Lösung zu finden 🤝


Warum diese Entscheidung mehr ist als nur „Was mache ich mit dem Rest?“

Hier geht es um mehr als den Umgang mit bestehenden Vorräten - es geht um psychologische Effekte, Gewohnheiten und darum, wie schnell ein Leben ohne Tierprodukte zum Alltag wird. 

Dabei gilt es auch, deine mögliche Außenwirkung zu bedenken. Es ist anzunehmen, dass Menschen dein Verhalten stärker beobachten könnten, sobald du vegan lebst und damit ein Signal sendest. Du sagst indirekt: Ich handle jetzt anders, weil ich es für richtig halte. Das kann dazu führen, dass andere darauf achten, ob du konsequent oder widersprüchlich wirkst. Menschen reagieren oft sensibel auf wahrgenommene Doppelmoral.
Es ist nicht per se unsere Aufgabe als vegan lebende Menschen, jede unserer Handlungen abzusichern. Du solltest dir aber zumindest überlegen, ob du deiner möglichen veganen Vorbildfunktion für die Tiere nachkommen möchtest und welche Auswirkungen deine Entscheidungen darauf haben könnten, ob und wie schnell dein Umfeld ebenfalls beschließt, andere Tiere in Ruhe zu lassen. 


Ab jetzt vegan - so kannst du vegan starten

Es gibt nicht DIE EINE perfekte Lösung dafür, wie du beim Veganstart mit bestehenden nicht-veganen Produkten umgehen sollst. Wir helfen dir, vorhandene Möglichkeiten bewusst zu durchdenken ⬇️


Möglichkeit 1: Aufessen / Aufbrauchen


Manche entscheiden sich dafür, nicht-vegane Produkte noch zu verbrauchen. Grundsätzlich ist das mit dem Prinzip des Veganismus vereinbar, weil das Geld bereits im System gelandet ist und keine Nachfrage nach neuem Tiermissbrauch geschaffen wird. Gerade für Menschen, die knapp bei Kasse sind, kann es auch die einzig umsetzbare Lösung sein. Wichtig ist, dass du für andere, die das mitbekommen, klar kommunizierst, dass du keine nicht-veganen Produkte mehr nachkaufen wirst. 

Für einige hat diese Möglichkeit trotzdem eine klare Schattenseite: Man verlängert die Zeit, in der man Tierprodukte konsumiert und die Gewohnheit aufrechterhält. Auch, wenn es rational erklärbar ist, kann sich das psychologisch wie ein fauler Kompromiss anfühlen. Es kann passieren, dass du dir selbst und anderen unbewusst signalisierst, in einer unnötigen Übergangsphase zu stecken. Hier kann es helfen, klare Grenzen zu setzen. Nimm dir zum Beispiel vor: “Ich brauche die Sachen im Kühlschrank eine Woche lang auf. Anschließend werde ich übrige nicht-vegane Lebensmittel wegwerfen” 👉 womit wir bei der nächsten Möglichkeit sind: 


Möglichkeit 2: Wegwerfen


Andere Menschen bevorzugen einen klaren Cut: Sie räumen Kühlschrank, Schränke und Badezimmer aus und schaffen sofort eine vegane Umgebung. Das kann sich befreiend anfühlen, weil du keine Grauzone mehr hast, sondern einen klaren inneren Neustart. Genau das kann der entscheidende Punkt sein, um langfristig vegan zu bleiben - vor allem, wenn Tierprodukte zu Hause dich dazu verleiten könnten, wieder zurückzufallen.

Im Gegensatz dazu kann es auch sein, dass dich die Produkte, nachdem du die Wahrheit über die Tierindustrien gesehen hast, anekeln und nicht-vegane Lebensmittel aufbrauchen für dich deshalb nicht infrage kommt. Auch das ist verständlich. In Bezug auf Ressourcenschonung ist diese Wahl natürlich diskutabel.  


Möglichkeit 3: Spenden


Wenn du nicht-veganes Essen nicht mehr konsumieren willst, aber auch nichts wegwerfen möchtest, kann Spenden (z. B. Foodsharing, Tafel, soziale Einrichtungen) eine sinnvolle Lösung sein. Wichtig ist dabei, dass du dir bewusst machst: Auch wenn du damit keine neue Nachfrage erzeugst, unterstützt du indirekt, dass Tierprodukte weiterhin als normale Lebensmittel betrachtet werden. 


Möglichkeit 4: Freunden geben oder verschenken


Das ist die Option, die wir am kritischsten sehen. Auf der einen Seite könnte man argumentieren, dass deine Freunde vielleicht durch dein Geschenk einmal weniger neue tierische Produkte kaufen. Auf der anderen Seite sendest du anderen durch das Verschenken von Tierprodukten indirekt die Botschaft, dass es in Ordnung ist, wenn sie weiterhin nicht vegan leben und signalisierst ihnen eventuell auch, dass du ihnen den Schritt zum Veganismus nicht zutraust. Wie du an dir selbst siehst, können wir uns aber alle ändern.

 

Und was ist mit nicht-veganen Gegenständen wie Kleidung oder Kosmetik?

Der Umstieg zu einem Kühlschrank mit rein veganem Essen geht meist schnell. Der Übergang zu einem komplett veganen Haushalt mit ausschließlich veganer Kleidung, veganer Kosmetik usw. ist häufig etwas vielschichtiger.
Hier ist es wichtig, nicht in unnötige Selbstüberforderung zu rutschen und in erster Linie keine neuen tierischen Produkte mehr nachzukaufen. Realistische Strategien sind hier oft besser als spektakuläre, weil sie eher dazu führen, dass du auch wirklich durchziehst. Falls du dich an dieser Stelle tiefer einlesen möchtest: In weiteren FAQs sind wir bereits konkret auf die Themen gebrauchtes Leder und gebrauchter Pelz eingegangen - inklusive der Option Verkaufen.

 

Fazit: Die beste Lösung ist die, die dich langfristig vegan bleiben lässt

Wenn du jetzt vegan werden willst, solltest du Restbestände nicht zum zentralen Problem machen. Vielmehr kommt es darauf an, dass du in Zukunft keine neuen Tierprodukte mehr kaufst und dir ein Umfeld schaffst, in dem vegan leben und vegan bleiben leicht für dich ist. Das Ziel ist nicht Perfektion bis ins letzte Detail, sondern Stabilität und Umsetzbarkeit. 

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Ist vegan teuer? 💸

Angelegt am: 16.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 16.02.2026

Disclaimer: Wie oben auf der FAQ-Seite beschrieben, geht die vegane Lebensweise weit über Ernährung hinaus. Da sich die finanzielle Frage aber meist hauptsächlich auf die Ernährung bezieht, bleiben wir in dieser Antwort dabei. 

Viele Menschen fragen sich: Ist vegan teurer? Die ehrliche Antwort: Eine rein pflanzliche Ernährung kann günstig oder teuer sein. Entscheidend ist nicht das Vegan-Label, sondern was und wie du einkaufst.
Allgemein kommt es stark auf die Vergleichsbasis an. Wenn jemand vorher viel Billigfleisch und -wurst gekauft hat, kann der Umstieg zunächst teurer wirken - besonders wenn man viele vegane Ersatzprodukte nimmt. Wer diese Produkte reduziert und stattdessen mehr mit Hülsenfrüchten, Getreide, Gemüse und Tofu kocht, landet oft eher bei einem günstigeren Einkauf.

 

Realistisches veganes Essen im Alltag

Die Basis einer veganen Ernährung bilden Grundzutaten, die sowieso fast jeder kauft: Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze und Samen sind keine Luxusprodukte. Es sind Standard-Lebensmittel, die in fast jedem Haushalt vorkommen.

Wenn du dich hauptsächlich von diesen Grundzutaten ernährst und preiswerte vegane Proteinquellen wie Tofu oder Sojaschnetzel hinzufügst, ist eine rein pflanzliche Ernährung oft überraschend preiswert. Wenn du dagegen viele Convenience-Produkte wie bestimmte vegane Fleischalternativen oder veganen Käse kaufst, kann es deutlich teurer werden. Das ist vergleichbar mit nicht-veganer Ernährung: Wer häufig Steak, Fertiggerichte oder Markenprodukte kauft, zahlt ebenfalls wesentlich mehr.

Unabhängig von der Art der Ernährung kommt es nicht nur darauf an, was, sondern auch wo und wie du einkaufst. Im Biomarkt wirst du mehr bezahlen als im Discounter. Außerdem macht eine gezielte Essensplanung Einkaufen meist merklich günstiger, weil du weniger Lebensmittel wegwirfst und weniger Spontankäufe machst. Zusätzlich sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du unterwegs teure Snacks oder Lieferdienste nutzt.


Vegan beim Discounter
- heute ganz normal

Früher war vegan Einkaufen tatsächlich häufig ein Thema für Bio-Läden oder Spezialmärkte. Das hat sich massiv verändert. Auch Discounter wie Lidl, Penny oder Aldi haben mittlerweile ein überraschend großes veganes Sortiment. Basics und auch viele Ersatzprodukte sind dort preislich absolut konkurrenzfähig. Auch machen Discounter immer wieder vegane Aktionen und Angebote, in denen das Sortiment oft sogar noch erweitert wird.


Was kostet Tofu?
- ein realistisches Beispiel aus dem Alltag

Es hält sich noch immer der Irrglaube, dass es teurer wäre, Tierprodukte vegan zu ersetzen. Ein gutes Gegenbeispiel ist Tofu, der inzwischen in fast jedem Supermarkt und Discounter zu finden ist. Nebenbei bemerkt liefert Tofu hochwertiges Protein und enthält alle essentiellen Aminosäuren (s. STUDIEN-DOKUMENT). Ein Block Naturtofu mit etwa 200 Gramm kostet je nach Marke und Laden oft zwischen 1,50€ und 2,50€. Ein Block reicht je nach Gericht für ein bis zwei Mahlzeiten. Damit ist diese vegane Proteinquelle für die allermeisten Menschen durchaus leistbar und kann - auch nährstoffrechnisch - in vielen Fällen mit Fleisch mithalten. 

 

Warum viele trotzdem denken, vegan sei automatisch teurer

Der Eindruck entsteht vor allem, weil sofort an vegane Burger, vegane Nuggets usw. gedacht wird. Solche Produkte sind deutlich teurer als die Grundzutaten - das ist aber kein Problem von vegan, sondern ein normales Konsumthema. Wer sich überwiegend aus frischen Lebensmitteln ernährt, spart. Wer viel verarbeitet kauft, zahlt mehr. Wie du eben gelernt hast, lässt sich der vegane Alltag wesentlich günstiger gestalten als viele denken. 


Exkurs:
Warum sind vegane Ersatzprodukte so teuer?

Vegane Ersatzprodukte sind u. a. deshalb teilweise teurer, weil sie im Vergleich zu Fleisch- und Milchprodukten meist in kleineren Mengen produziert werden und dadurch weniger Skaleneffekte entstehen. Einfach ausgedrückt: Mit steigender Nachfrage sinkt der Preis. Zusätzlich profitieren tierische Produkte in vielen Ländern (auch Deutschland) indirekt von Subventionen.
Allerdings verändert sich das zunehmend: In den letzten Jahren sind vegane Alternativen deutlich massentauglicher geworden, die Konkurrenz wächst und immer mehr Hersteller produzieren in größeren Mengen. Dadurch sinken die Preise Schritt für Schritt und vegane Ersatzprodukte werden immer häufiger auch preislich attraktiver.

 

Fazit

Es stimmt nicht, dass vegan teuer ist - zumindest nicht automatisch. Wie bei jeder anderen Ernährung kommt es auch bei der Pflanzlichen darauf an, was, wo und wie du einkaufst. Wir können festhalten: Vegane Produkte sind heute so verfügbar wie nie. Neben den günstigen Grundzutaten findest du selbst im Discounter mittlerweile eine breite Auswahl an Produkten. Wer mit etwas Planung einkauft und auf Angebote achtet, kann vegan problemlos im normalen Budget halten ✅

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ERNÄHRUNG

Ist vegane Ernährung gesund? 🧐

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 17.12.2025

Eine gut geplante vegane Ernährung kann gesund und nährstoffdeckend sein, wenn Vitamin B12 zuverlässig supplementiert wird. Je nach Lebensumständen kann auch die Ergänzung weiterer Nährstoffe sinnvoll sein. ➡️ Umfassende Infos zur Supplementierung findest du im Nährstoff-Guide.

Veganismus ist als moralische Lebensweise definiert, die versucht, den Missbrauch von Tieren für unsere Ernährung, Kleidung, Unterhaltung, Kosmetik etc., so weit wie praktisch möglich, zu vermeiden. Per Definition kann Veganismus somit weder gesund noch ungesund sein, da es sich grundlegend um eine Haltung und nicht um eine Ernährungsweise handelt.

Eine Übersicht über die aktuelle Studienlage haben wir hier liebevoll für dich zusammengetragen. 

Diese Analyse ordnet die verbreitete Behauptung „Veganismus ist ungesund“ evidenzbasiert ein und trennt dabei konsequent zwischen ideologischen Zuschreibungen und ernährungswissenschaftlicher Bewertung. Auf Grundlage großer prospektiver Kohorten, Substitutionsanalysen und aktueller Positionspapiere wird gezeigt, unter welchen Bedingungen pflanzliche Ernährung gesundheitlich vorteilhaft, neutral oder potenziell risikobehaftet ist.

Erkenntnis: Entscheidend ist nicht das Label einer Ernährungsform, sondern ihre Qualität, Planung und der realistische Vergleich mit Alternativen ✅

➡️ ZUM DOKUMENT

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Wie kann ich mich gesund vegan ernähren? 🍎

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Unter WIE VEGAN haben wir die Grundlagen einer vernünftigen veganen Ernährung in mehreren hilfreichen Dokumenten für dich zusammengestellt!

💡 Die gesamte Studienlage bzgl. Sicherheit und potenziell kritischen Engpässen findest du in unserem liebevoll aufgearbeiteten STUDIEN-DOKUMENT 🧐✅

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Wie kann ich vegan Muskeln aufbauen? 💪

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Du willst Muskeln aufbauen? Muskeln entstehen durch adäquate Muskelreize und vernünftige Ernährung.

Unter WIE VEGAN haben wir die Basis einer vernünftigen veganen Ernährung in mehreren praktischen Dokumenten übersichtlich für dich dargestellt. Dort findest du auch einen Protein-Guide zum Thema vegan und proteinreich Essen, der dir besonders beim Muskelaufbau helfen wird. 

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Was sind die Vorteile einer veganen Ernährung? ✅

Angelegt am: 13.10.2025
Zuletzt bearbeitet am: 13.10.2025

Ein kurzer Disclaimer vorab: Veganismus ist keine Ernährungsform! Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen ohne Missbrauch anderer Tiere leben sollten. Die Umsetzung erstreckt sich auch über den Tellerrand hinaus auf alle Lebensbereiche wie z. B. Kleidung, Kosmetik oder Putzmittel. 
Der größte Vorteil und eigentliche Sinn einer veganen Lebensweise ist also, dass andere Tiere von Missbrauch und Versklavung durch den Menschen befreit werden. Mehr Hintergrundinfos findest du auf WARUM-VEGAN.COM 💡

Da die überwältigende Mehrheit der Menschen im Herzen bereits vegan ist und Tiere als fühlende Wesen statt als Ware sieht, ist wahrscheinlich dein größter persönlicher Vorteil, wenn du vegan lebst, dass du dein Handeln mit deinen Werten in Einklang bringst. So musst du nicht länger als Heuchler durch die Welt gehen und kein schlechtes Gewissen mehr haben, weil du Tiere als Ware benutzt, obwohl du sie nicht als Ware siehst.

Nachdem das gesagt ist: Wir können weitere mögliche Vorteile einer veganen Lebensweise benennen, solange wir diese nicht als Grund für Veganismus betrachten oder weitergeben. Wenn du nämlich versuchst, Veganismus mit gesundheitlichen oder Umwelt-Aspekten zu begründen, machst du dich und die Gerechtigkeitsbewegung damit angreifbar.


Was ist veganes Essen?

Bevor wir uns mit diesen möglichen Vorteilen befassen, wollen wir noch einmal klären, welche Nahrungsmittel überhaupt vegan sind. Eine per Definition vegane Ernährung schließt alle Lebensmittel aus, für die Tiere missbraucht, also entgegen ihren Interessen genutzt werden. Als vegan lebender Mensch boykottierst du somit grob ausgedrückt Fleisch inkl. Fisch, Milch, Eier, Honig und alles, was daraus gemacht wird. Auf diese Weise sendest du das mächtige Signal, dass Tiere für dich nicht länger als Ware gelten.

Vegan Fleisch Milch Eier Käse Fisch Honig

Die Frage “Was ist vegane Ernährung?” ist nun also beantwortet. Schauen wir uns jetzt mögliche Vorteile der veganen Ernährung an - diese werden betrachtet als "nette Nebeneffekte", die mit dem eigentlichen Sinn und Zweck des Veganismus nichts zu tun haben ⬇️

 

Ist vegan gesund?

Eine Übersicht über die aktuelle Studienlage haben wir hier liebevoll für dich zusammengetragen. 

Diese Analyse ordnet die verbreitete Behauptung „Veganismus ist ungesund“ evidenzbasiert ein und trennt dabei konsequent zwischen ideologischen Zuschreibungen und ernährungswissenschaftlicher Bewertung. Auf Grundlage großer prospektiver Kohorten, Substitutionsanalysen und aktueller Positionspapiere wird gezeigt, unter welchen Bedingungen pflanzliche Ernährung gesundheitlich vorteilhaft, neutral oder potenziell risikobehaftet ist.

Erkenntnis: Entscheidend ist nicht das Label einer Ernährungsform, sondern ihre Qualität, Planung und der realistische Vergleich mit Alternativen ✅

➡️ ZUM DOKUMENT


Hilft eine vegane Ernährung beim Abnehmen? 

Vegan abnehmen - geht das leichter? Grundlegend nimmt man dann ab, wenn über längere Zeit weniger Energie aufgenommen als verbraucht wird. Entscheidend ist also das Kaloriendefizit. Abnehmen mit vegan ist also möglich. Entscheidend ist auch hier nicht allein die pflanzliche Ernährung, sondern v. a. die Qualität der spezifischen Nahrungsmittel. Dasselbe gilt übrigens auch für den Muskelaufbau. All unsere Tipps dazu findest du im Protein-Guide auf WIE-VEGAN.COM 💪

Veganismus Aktivismus Klimachutz Tierschutz Politik


Ist vegan umweltfreundlich?

Ist vegan besser für die Umwelt und andere Menschen? Lass uns dazu einen Blick auf ein paar interessante Zahlen und Fakten werfen:
Würde der Mensch keine Tiere mehr ins Leben züchten, nur um sie zu missbrauchen, würde der Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan erheblich reduziert. Tierhaltung verursacht rund 14,5 % der menschengemachten Emissionen, ähnlich viel wie der globale Verkehr (s. FAO).
Außerdem werden für die Herstellung von Tierfutter erhebliche Mengen an Wasser und Land beansprucht. Bei einer pflanzlichen Ernährung hingegen können Ackerflächen häufig effizienter und mit weniger Energieverlusten genutzt werden, weil die dort angebauten Pflanzen nicht erst als Futtermittel durch die Tiere laufen, bevor sie beim Menschen ankommen.



Fazit

Du hast nun erfahren, welche Vorteile vegane Ernährung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bieten KANN, aber nicht MUSS. Wenn du jedoch eine Sache aus diesem FAQ mitnehmen sollst, dann, dass es weder “Vegan für die Gesundheit” noch “Vegan für die Umwelt” gibt - vegan ist man wegen der Tiere. Sie sind die Opfer der Tiersklaverei und sie allein sind es wert, dass wir ihren Sklavenstatus beenden und ihnen Grundrechte geben! 

Zum Abschluss und zur Verdeutlichung deshalb Raffaelas bekanntes Zitat:

“Wenn ich 1x im Monat einen Fisch aus dem Wasser ziehe und ihn esse, schadet das wahrscheinlich weder meiner Gesundheit noch der Umwelt. Aber es schadet einem ganz sicher: DEM FISCH.”

In diesem Sinne: Sei gerecht und leb vegan statt brutal ⚖️

🤫 Alle Tipps, um als Veganer dennoch gesund, stark und fit für die Tiere zu sein, findest du unter WIE-VEGAN.COM 

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Geht vegan mit Allergien?

Angelegt am: 11.11.2025
Zuletzt bearbeitet am: 07.01.2026

Ja, vegan zu essen ist in solchen Fällen schwieriger, aber nicht unmöglich - und längst nicht so schwierig, wie es die Tiere in den Industrien haben. Praktische Hilfestellungen haben wir für dich in unserem ALLERGIE-GUIDE gesammelt ✅

Wer viele Allergien oder z. B. eine Darmerkrankung hat, kann sich außerdem professionell begleiten lassen. Es gibt spezialisierte Ernährungsberater wie beispielsweise Dominik Machner (➡️ seine Website) bei denen du eine Spezialsprechstunde für multiple Allergien, Kurzdarmsyndrom, CED, Colitis ulcerosa oder Extrembelastungen (z. B. Sport) vereinbaren kannst.
Mit der richtigen fachlichen Unterstützung lässt sich auch bei starken Einschränkungen ein bedarfsgerechter, veganer Ernährungsplan erstellen - sicher, ausgewogen und individuell angepasst.

Wenn du dich selbst tiefer einlesen möchtest, empfehlen wir Dominik Machners Buch zur veganen Fitness-Ernährung 📕 

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Was müssen Veganer supplementieren? 💊

Angelegt am: 22.01.2026
Zuletzt bearbeitet am: 22.01.2026

➡️ Umfassende Informationen zur Supplementierung findest du in unserem Nährstoff-Guide.

Grundsätzlich kann eine gut geplante vegane Ernährung gesund und nährstoffdeckend sein, sofern Vitamin B12 zuverlässig supplementiert wird. Daneben gibt es bei rein pflanzlicher Ernährung einige weitere Nährstoffe, bei denen eine Supplementierung je nach Lebensumständen empfehlenswert sein kann. Gleichzeitig gilt das auch für alle nicht-veganen Ernährungsformen: Auch mischköstliche Ernährung ist nicht automatisch nährstoffdeckend, sodass Supplemente grundsätzlich kein Sonderfall veganer Ernährung, sondern ein normales Instrument moderner Ernährung sind.

Die gesamte Studienlage bzgl. Sicherheit und potenziell kritischen Engpässen findest du auf studienabc.de
Wie genau wir supplementieren, haben wir in diesem Dokument für dich beschrieben. 

 

Unbedingt notwendig: Vitamin B12 

Vitamin B12 müssen Veganer supplementieren, da dieser Nährstoff in pflanzlichen Lebensmitteln nicht in ausreichender und verlässlicher Form vorkommt. Aussagen, dass Algen, fermentierte Lebensmittel oder ungewaschenes Gemüse ausreichen würden, sind wissenschaftlich nicht haltbar. Daher solltest du die Vitamin-B12-Supplementierung wie wir zur täglichen Routine machen 😊
Gut zu wissen: Auch den Tieren wird B12 mittlerweile fast ausschließlich durch angereichertes Futter zugeführt. Es macht also im Grunde keinen Unterschied für dich, ob du B12 über tierische Produkte oder direkt in Form eines Supplements zu dir nimmst - für die Tiere macht es aber einen erheblichen Unterschied.

Empfohlene Dosis: 250–500 µg täglich oder 1.000 µg 2-3 Mal pro Woche (abhängig von der Form des Supplements) 

 

Zusätzlich empfohlen: Omega-3 und Vitamin D 

Omega-3-Fettsäuren sind ein weiterer Punkt, den Veganer im Blick haben sollten. Pflanzliche Lebensmittel liefern hauptsächlich ALA - eine Vorstufe der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. ALA wird im Körper nur begrenzt in die biologisch wirksamen Formen EPA und DHA umgewandelt. Daher ist eine Ergänzung ratsam.
Empfohlene Dosis: 250–500 mg EPA und DHA täglich

Vitamin D3 ist kein rein veganes Thema, betrifft Veganer aber besonders häufig. In Mitteleuropa reicht die Sonneneinstrahlung über viele Monate nicht aus, um ausreichend Vitamin D über die Haut zu bilden. Da es nur in wenigen Lebensmitteln vorkommt und pflanzliche Quellen kaum relevant sind, ergibt eine Supplementierung vor allem im Herbst und Winter für viele Menschen Sinn 🌥️
Empfohlene Dosis: 1.000–2.000 IE (Internationale Einheiten) täglich, besonders im Winter oder wenn wenig Sonnenlicht verfügbar ist, idealerweise kombiniert mit Vitamin K2 (50-100 µg)

 

Weitere potenziell sinnvolle Ergänzungen

  • Jod: Der Jod-Gehalt in pflanzlichen Lebensmitteln kann stark schwanken. In vielen Teilen der Welt, einschließlich Mitteleuropa, sind die Böden jodarm, sodass viele pflanzliche Lebensmittel nur wenig Jod enthalten. Tierische Produkte sind oft jodreicher, weil Tiere jodiertes Futter erhalten. Veganer sollten auf Jodmangel (aber auch Überschuss!) achten. Ob eine Supplementierung nötig ist, hängt vor allem davon ab, ob regelmäßig jodiertes Speisesalz verwendet wird 🧂
    Wir nutzen die Vegan Essentials von Nutri-Plus (-10% mit dem Code: VEGANIST; gesponsort, aber wirklich empfehlenswert) alle 2-3 Tage als Fundament. Diese enthalten u. a. Jod. Ob dieses Setup für dich geeignet ist, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab und sollte entsprechend abgewägt werden.

  • Calcium etc.: Weitere Nährstoffe wie Calcium, Eisen, Zink oder Selen müssen nicht pauschal supplementiert werden. Hier entscheiden die individuelle Ernährung, der Energiebedarf und besondere Lebensphasen wie Schwangerschaft. In unserem Nährstoff-Guide erklären wir, in welchen pflanzlichen Lebensmitteln du die Nährstoffe vorfindest 🧐 Wir supplementieren Calcium in Zeiten, in denen stressbedingt wenig Gemüse auf unseren Tellern landet.

  • Supplemente für sportliche Veganer: Besonders, wenn du regelmäßig Sport treibst, kann eine Supplementierung von Kreatin sinnvoll sein, da dieses eine wichtige Rolle bei kurzfristiger Muskelkraft, Leistungsfähigkeit und Regeneration spielt. Magnesium kann die Muskelfunktion und den Energiestoffwechsel unterstützen und deshalb bei erhöhter körperlicher Belastung ebenfalls empfehlenswert sein.

Hinweis: Vegane Supplemente

Es ist wichtig zu wissen, dass Nahrungsergänzungsmittel bzw. Supplemente nicht automatisch vegan sind. Wenn du online suchst, sind klare Suchbegriffe wie “Vitamin B12 vegan”, “Omega 3 vegan” oder “Vitamin D vegan” eine erste sinnvolle Eingrenzung der Ergebnisse. Um sicherzugehen, achte darauf, dass auf der Produktseite oder Verpackung ausdrücklich “vegan” steht, oder ein entsprechendes Siegel zu sehen ist.

 

Fazit

Zusammenfassend gilt: Vitamin B12 ist verpflichtend, Vitamin D und Omega-3 sind häufig sinnvoll, alle anderen Supplemente sind eine Frage der individuellen Situation. So kann die richtige Supplementierung vegane Ernährung ergänzen und optimieren. Eine durchdachte Supplementierung ist keine Ideologie, sondern eine nüchterne, evidenzbasierte Entscheidung für langfristige Gesundheit. Das ist kein veganer Sonderfall, sondern ein pragmatischer und wissenschaftlich fundierter Umgang mit moderner Ernährung.

➡️ Umfassende Informationen zur Supplementierung findest du in unserem Nährstoff-Guide.

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Sind Supplemente schädlich? 🤔

Angelegt am: 26.01.2026
Zuletzt bearbeitet am: 05.02.2026

Supplemente sind eine sinnvolle Ergänzung moderner Ernährung - nicht nur, aber auch, wenn diese vegan ist. Klar ist: Supplemente sind nicht per se schlimm. Wir erklären dir das Ganze auf wissenschaftlich fundierter Basis. 

 

Was ist ein Supplement?

Ein Supplement - umgangssprachlich auch Nahrungsergänzungsmittel genannt - ist ein Lebensmittel, das dazu dient, die Ernährung gezielt zu ergänzen. Supplemente liefern Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren oder andere Nährstoffe in konzentrierter Form, etwa als Tabletten, Kapseln oder Pulver. Wichtig ist folgende Einordnung: Supplemente gelten nicht als Medikamente. Nach dem allgemeinen Lebensmittelrecht der EU (Verordnung (EG) Nr. 178/2002) gelten Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel.

 

“Veganer müssen Chemie nehmen!”

Alles ist Chemie - Natur, menschlicher Körper und Nahrung bestehen vollständig aus chemischen Verbindungen. Alles, was wir essen, trinken oder sehen, ist Chemie. Der Begriff wird oft emotional verwendet, ist sachlich jedoch wertneutral.
Chemie beschreibt Zusammensetzung und Prozesse, die ein Produkt per se weder ungesund noch gefährlich machen. Hier ein paar einleuchtende Beispiele:

Trinkwasser (H₂O) wird erst durch komplexe chemische Verfahren genießbar, bei denen gezielt Substanzen eingesetzt werden, um Schadstoffe und krankheitserregende Keime zu entfernen. Ohne diese Prozesse wäre Wasser aus vielen Quellen für den Menschen nicht sicher trinkbar. Auch ein scheinbar „natürlicher“ Apfel besteht vollständig aus chemischen Verbindungen - unter anderem Wasser (H₂O), Fruchtzucker (C₆H₁₂O₆), Vitamin C (C₆H₈O₆) sowie Farbstoffen.

Um Nährstoffmängeln vorzubeugen, wird in vielen Fällen (nicht nur bei Veganern) eine gezielte Supplementierung empfohlen - insbesondere in kritischen Lebensphasen wie Kindheit und Schwangerschaft, oder bei Extremsport. Viele dieser Empfehlungen sind längst im Alltag verankert und erfolgen sogar automatisch über die Anreicherung konventioneller Lebensmittel, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.
Ein typisches Beispiel ist Jod im Speisesalz - In Deutschland ist Speisesalz meist jodiert, da die Böden in unseren Breitengraden jodarm sind. Auf diese Weise werden viele Grundnahrungsmittel im Supermarkt angereichert, ohne dass Verbraucher dies weiter hinterfragen würden.
👉 Weitere Beispiele findest du in unserem NÄHRSTOFF-GUIDE

Supplemente Supplementierung Supplements Nahrungsergänzung vegan

Nahrungsergänzung und gezielte Supplementierung begleiten die meisten Menschen somit bereits lange vor einer pflanzlichen Ernährungsweise. Gerade das Beispiel des jodierten Salzes zeigt klar, wie wenig haltbar die oft emotionale Ablehnung sogenannter „chemischer“ Supplemente ist.
In der Wissenschaft gilt das Paracelsus-Prinzip - die Dosis macht das Gift. Nicht die bloße Existenz einer Substanz entscheidet über ihre Wirkung, sondern Menge, Kontext und individuelle Voraussetzungen - Wasser, Sauerstoff oder Vitamine können ebenso schädlich sein wie klassisch als „giftig“ geltende Stoffe, wenn sie falsch dosiert werden. Solange Supplemente bedarfsgerecht und evidenzbasiert dosiert werden, können sie die Gesundheit unterstützen.

 

„Ich will keine Zusatzmittel nehmen, ich esse lieber Tierisches“

Dieses Argument greift faktisch ins Leere. Tierische Lebensmittel enthalten ihre Nährstoffe meist nicht „von selbst“, sondern weil Nahrungsergänzungen über das Tierfutter zugeführt werden. Fleisch, Milch, Eier und Fisch sind damit häufig indirekt supplementierte Produkte.
In der industriellen Tierhaltung ist Supplementierung Standard, kein Sonderfall. Je nach Tierart werden dem Futter gezielt Vitamine, Mineralstoffe, Probiotika etc. zugesetzt, um Wachstum, Produktionsleistung, Gesundheit und Mangelvermeidung sicherzustellen.
👉 Wie genau welche Tiere i.d.R. supplementiert werden, erfährst du in unserem NÄHRSTOFF-GUIDE.


Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Wer tierische Produkte konsumiert, nimmt Supplemente fast immer indirekt über das Tier zu sich. Der Unterschied zur veganen Supplementierung liegt nicht darin, ob supplementiert wird, sondern auf welchem Weg - direkt, kontrolliert und transparent über vegane Supplemente oder indirekt über ein totes Tier.

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Haben Veganer Mangelerscheinungen? 🤒

Angelegt am: 18.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 18.02.2026

Kurz gesagt: Nicht automatisch. Eine gut geplante vegane Ernährung kann den Bedarf an allen wichtigen Nährstoffen abdecken, sofern Vitamin B12 zuverlässig supplementiert wird. 

Mangelerscheinungen entstehen i.d.R. nicht durch Veganismus an sich, sondern durch eine dauerhaft einseitige oder schlecht geplante Ernährung. Auch bei Mischkost können sich Nährstoffmängel entwickeln, oft sogar ohne es zu merken. Kritische Nährstoffe werden hier häufig weniger klar benannt, weil Mischkost gesellschaftlich als "Standard und automatisch ausgewogen" gilt. Dadurch kann ein falsches Sicherheitsgefühl aufkommen.
Trotzdem gibt es bei rein pflanzlicher Ernährung ein paar Nährstoffe, die mehr Aufmerksamkeit brauchen.

 

Welche Nährstoffe sind bei veganer Ernährung besonders wichtig?

Diese Frage klären wir ausführlich im FAQ “Was müssen Veganer supplementieren?”. An dieser Stelle wollen wir trotzdem kurz zusammenfassen, auf welche Nährstoffe du achten solltest: 


Vitamin B12

Wer an potenzielle Mängel bei veganer Ernährung denkt, kommt häufig auf Vitamin B12. Tatsächlich ist B12 der wichtigste kritische Nährstoff, weil es in pflanzlichen Lebensmitteln nicht in ausreichender und zuverlässiger Form vorkommt. Wenn wir vegan leben, ist daher unbedingt empfohlen, Vitamin B12 zu supplementieren.
Spannende Hintergrundinfo: Pflanzen können B12 nicht produzieren - Tiere aber auch nicht. Tiere sind nur deshalb ursprünglich eine „B12-Quelle“, weil sie es über Mikroben indirekt aufnehmen oder in ihrem Verdauungssystem Mikroben leben, die es herstellen. Auch ihnen wird inzwischen jedoch B12 fast ausschließlich durch angereichertes Futter zugeführt.


Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)

Pflanzliche Omega-3-Quellen liefern vor allem die Vorstufe ALA (z.B. aus Leinsamen oder Chiasamen). Der Körper kann daraus EPA und DHA herstellen, aber oft nur begrenzt. Deshalb kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein, insbesondere für EPA/DHA.


Vitamin D3

Das ist kein Sonderfall der veganen Ernährung, denn Vitamin D wird hauptsächlich durch Sonnenlicht gebildet. Insbesondere Vitamin D3 kommt nur in wenigen Lebensmitteln nennenswert vor (v.a. fetter Fisch, Lebertran, Eigelb). Pflanzliche Quellen enthalten meist nur Vitamin D2 und liefern in der Praxis oft zu geringe Mengen, um den Bedarf zuverlässig zu decken. Daher kann ein Vitamin D3 Supplement, besonders in den Wintermonaten, sinnvoll sein - auch für Mischköstler.


Weitere potenziell sinnvolle
Supplemente 

Auch Jod, Eisen, Zink, Calcium und Selen können bei rein pflanzlicher Ernährung kritisch sein, da sie je nach Lebensmittelauswahl nicht automatisch in ausreichender Menge aufgenommen werden. Ob tatsächlich ein Mangel bei Veganern entsteht, ist jedoch individuell und hängt unter anderem von den genauen Ernährungsgewohnheiten, dem persönlichen Bedarf und regionalen Gegebenheiten (z.B. Jodgehalt im Salz oder Selen im Boden) ab. 

Deshalb kann es sinnvoll sein, die eigene Versorgung gelegentlich ärztlich überprüfen zu lassen - wobei dies auch bei mischköstlicher Ernährung oft relevant wäre, in der Realität aber kaum kontrolliert wird.
Mehr zur richtigen Supplementierung erfährst du in unserem Guide NÄHRSTOFFE + SUPPLEMENTIERUNG

 

Woran merkt man einen Nährstoffmangel?

Mangelerscheinungen können sich unterschiedlich äußern. Häufige Symptome sind:

  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung

  • Konzentrationsprobleme

  • Haarausfall oder brüchige Nägel

  • Infektanfälligkeit

  • Blasse Haut 

  • Schwindel

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle (besonders relevant bei Vitamin B12)

Wichtig: Diese Symptome können viele Ursachen haben. Sicherheit bringt nur ein Bluttest / ärztlicher Check. 

 

Können auch Nicht-Veganer Mangelerscheinungen bekommen?

Ja, definitiv. Mangelerscheinungen sind kein veganes Spezialproblem. So kann ein Mangel bei veganer Ernährung auftreten, aber genauso auch bei Mischkost. Der entscheidende Punkt ist: Es hängt nicht nur davon ab, ob man vegan oder nicht vegan isst, sondern davon, wie ausgewogen und nährstoffreich die Ernährung insgesamt ist.

 

Fazit

Menschen, die vegan leben und vegan essen, haben nicht automatisch Mangelerscheinungen. Richtig geplant kann eine vegane Ernährung gesund sein (auch langfristig), wenn kritische Nährstoffe bewusst abgedeckt werden. Besonders Vitamin B12 sollte dabei nicht unterschätzt werden.

Mangelerscheinungen entstehen nicht durch Veganismus, sondern durch eine unausgewogene Ernährung. Wer sich informiert und gezielt ergänzt, kann das Risiko sehr effektiv vermeiden. Diese einfachen Grundregeln können dabei helfen: 

  • Abwechslungsreich essen (Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen) → Ausführliche Infos zum optimalen veganen Speiseplan findest du in unserem Guide TELLERGESTALTUNG + BASIS REZEPTE 

  • Vitamin B12 zuverlässig supplementieren

  • Jodiertes Speisesalz verwenden

  • Omega-3-Quellen regelmäßig einbauen

  • Bei Bedarf Vitamin D ergänzen (vor allem im Winter)

  • Regelmäßige Blutwerte-Checks machen

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Was ist veganes Fleisch und warum sieht es aus wie echtes? 🥓🌱

Angelegt am: 04.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 04.02.2026

Veganes Fleisch ist ein Sammelbegriff für pflanzliche Lebensmittel, die in Geschmack, Textur und Optik an Fleisch erinnern, aber keine tierischen Bestandteile enthalten. Hergestellt werden sie meist auf Basis pflanzlicher Proteinquellen wie Erbsen, Soja oder Weizen. Dazu kommen Pflanzenfette, Gewürze und Bindemittel. Ziel ist nicht, Fleisch zu sein, sondern bestimmte Eigenschaften von Fleisch nachzubilden, die viele Menschen kennen und mögen.

 

Warum sieht veganes Fleisch wie echtes Fleisch aus?

Dass oft eine erstaunliche Ähnlichkeit besteht, ist kein Zufall, sondern eine bewusste Designentscheidung und das Ergebnis von Produktentwicklung. Dafür gibt es mehrere Gründe:


1. Vertrautheit senkt Einstiegshürden

Essen ist stark von Gewohnheit geprägt. Die meisten Menschen essen seit Jahrzehnten bestimmte Gerichte wie Burger, Würstchen oder Schnitzel. Wenn eine vegane Alternative gleich aussieht und gleich verwendet wird, fällt die Veränderung leichter. Es ist sofort klar, wie die pflanzliche Alternative zubereitet wird und wofür sie gedacht ist. Diese visuelle Orientierung reduziert Unsicherheit und senkt die Einstiegshürde. Es müssen weder neue, komplizierte Rezepte erlernt, noch die Essgewohnheiten komplett verändert werden.
Veganes Fleisch soll in der Pfanne braten, auf dem Grill liegen und im Brötchen funktionieren. Form und Aussehen sind dafür praktisch. Es geht um Anwendungskompatibilität, nicht um Ideologie. 


2. Textur und Mundgefühl sind entscheidend

Hinzu kommt die Frage der Konsistenz. Fleisch (gemeint ist im nicht-veganen Bereich das essbare Muskelgewebe von Tieren) besteht aus Fasern, die beim Kauen ein bestimmtes Mundgefühl erzeugen. Moderne Herstellungsverfahren ermöglichen es, pflanzliche Proteine ebenfalls faserig anzuordnen. Das Ergebnis ist eine Struktur, die sich beim Schneiden, Braten und Kauen ähnlich verhält wie Fleisch. Die Optik folgt dieser Textur automatisch. Ein Produkt mit fleischartiger Faserung sieht oft zwangsläufig auch fleischähnlich aus.


3. Erwartungsmanagement beim Essen

Das Auge isst mit 👀 Geschmack ist kein rein sensorisches Phänomen, sondern wird stark vom Aussehen eines Lebensmittels beeinflusst. Sieht ein Produkt wie ein Burger aus, erwartet man einen Burgergeschmack. Diese Erwartung hilft dem Gehirn, das Geschmackserlebnis einzuordnen. Ein Produkt, das völlig anders aussieht, wird auch anders bewertet, selbst wenn es ähnlich schmeckt. Im Vordergrund steht also der Gedanke, ein vertrautes Essens-Erlebnis zu bieten.

 

Warum schmeckt veganes Fleisch nach Fleisch?

Veganes Fleisch schmeckt fleischähnlich, weil Geschmack nur zu einem kleinen Teil vom Muskel selbst kommt, sondern überwiegend von Gewürzen, Röstaromen und Zubereitung. Ungewürztes Hähnchen oder mageres Fleisch ist geschmacklich sehr neutral und dient vor allem als Texturträger. Wird diese Textur pflanzlich nachgebildet, reichen bekannte Gewürzprofile und Bratreaktionen, um einen vertrauten Geschmack zu erzeugen.

Und warum ist der Geschmack nötig, wenn vegan lebende Menschen eigentlich kein Fleisch essen wollen? Ganz einfach: Wir sind nicht vegan, weil uns Fleisch nicht schmeckt. Wir sind vegan, weil wir nicht unterstützen wollen, was hinter Fleisch und anderen tierischen Produkten steht.
Ziel von veganen Ersatzprodukten ist nicht, Fleisch zu imitieren, weil Fleisch per se das Ideal wäre, sondern bestimmte kulinarische Eigenschaften bereitzustellen, die viele Menschen aus ihrem Alltag kennen.

 

Ist veganes Fleisch Verbrauchertäuschung?

Nein, denn vegane Fleischersatzprodukte werden nicht angeboten, um jemanden hereinzulegen. Die Verpackung ist klar gekennzeichnet, Zutaten sind transparent aufgelistet.
Vergleichbar ist das mit koffeinfreiem Kaffee oder alkoholfreiem Bier. Auch hier wird ein bekanntes Produkt nachgeahmt, ohne die Originaleigenschaften vollständig zu übernehmen. 

Rechtliche Lage: Aktuell darf man in Deutschland und der EU Bezeichnungen wie „veganes Fleisch“, „vegane Wurst“ oder „veganer Burger“ verwenden, solange eindeutig gekennzeichnet ist, dass das Produkt pflanzlich ist. Ein Verbot solcher Begriffe existiert derzeit nicht.

 

Ist veganes Fleisch hochverarbeitet?

Oft ja, viele vegane Fleischalternativen zählen zu den hochverarbeiteten Lebensmitteln. Das gilt allerdings ebenso für Fleischprodukte aus Tiermissbrauch wie Wurst, Nuggets oder Burgerpatties. Ausschlaggebend ist also nicht allein das Label vegan oder nicht vegan.

„Hochverarbeitet“ ist keine Gesundheitsdiagnose, sondern eine Beschreibung des Verarbeitungsgrades. Ein hochverarbeitetes Produkt kann ernährungsphysiologisch sinnvoll sein, etwa wenn es eine gute Proteinqualität hat, wenig gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker enthält. 
Entscheidend ist nicht allein die Verarbeitung eines Lebensmittels, sondern seine Zutaten, Nährwerte und wie häufig es verzehrt wird. Veganes Fleisch ist kein Ersatz für Gemüse oder Vollkornprodukte - es kann aber z. B. helfen, Fitnessziele zu erreichen, indem man Nährstoffe wie vegane Proteine deckt. Wer trotzdem lieber auf weniger verarbeitete Alternativen setzt, kann auf Tofu, Tempeh oder Seitan zurückgreifen.

 

Fazit

Veganes Fleisch sieht aus wie “echtes” Fleisch, weil es dieselbe kulinarische Aufgabe erfüllen soll. Häufig besteht eine große optische und geschmackliche Ähnlichkeit, um Nutzung und Akzeptanz im Mainstream zu erleichtern. Für viele Menschen ist genau das der Grund, warum sie überhaupt zu veganen Alternativen greifen.

Es handelt sich dabei nicht um einen gemeinen Trick, sondern um eine pragmatische Lösung: Veganes Fleisch soll eine bekannte Rolle auf dem Teller erfüllen, ohne dass Tiere dafür ins Schlachthaus müssen.

Der Verzehr ist kein Muss, sondern eine Option für Menschen, die Geschmack und Handling von Fleisch mögen, aber Alternativen suchen. Zum Beispiel für vegane Sportler, die ihr Protein vegan decken wollen, kann Fleischersatz durchaus praktisch sein. Du kannst aber auch vegan leben, ohne veganes Fleisch zu verwenden. 

Darauf achten wir, wenn wir veganes Fleisch kaufen ✅👇

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Was versteht man unter Laborfleisch und ist Laborfleisch vegan? 🧫🥩

Angelegt am: 05.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 23.02.2026

Laborfleisch, oft auch als In-vitro-Fleisch, künstliches Fleisch oder Clean Meat bezeichnet, gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit. Könnte das der Weg sein, um den Geschmack von Fleisch zu haben, ohne dass dafür Tiere ins Schlachthaus müssen? Und ist Laborfleisch somit vegan?


Was ist Laborfleisch?

Laborfleisch ist echtes tierisches Muskelgewebe, das aus tierischen Zellen im Labor gezüchtet wird. Im Gegensatz dazu nutzt aktuell erhältliches veganes Fleisch Pflanzenproteine und -stoffe zur Nachahmung von Geschmack und Textur. Mehr dazu erfährst du in unserem PROTEIN-GUIDE 💪
Im Moment ist Laborfleisch nur in sehr wenigen Restaurants oder Pilotprojekten in ausgewählten Städten erhältlich, meist in Form von Testgerichten.

 

Wie wird In-vitro-Fleisch hergestellt?

Grundsätzlich ist In-vitro-Fleisch eine Technologie, bei der echtes tierisches Muskelgewebe nicht mehr durch Schlachtung erzeugt wird, sondern durch Zellvermehrung. Die gängigste Form, Laborfleisch herzustellen, funktioniert so: Tieren werden zunächst Stammzellen entnommen. Anschließend werden die Zellen in Bioreaktoren vermehrt, die den Tierkörper ersetzen. Hierbei muss auch eine Nährlösung zum Einsatz kommen (wie wir später sehen werden, stellt dies eine der größten Problematiken dar). Wenn alles funktioniert, entsteht am Ende Muskelgewebe, also Laborfleisch.

 

Ist In-vitro-Fleisch vegan?

Beim Veganismus geht es nicht darum, dogmatisch und aus reinem Selbstzweck keine Tierprodukte zu essen. Der zentrale Punkt ist die Frage, ob im Herstellungsprozess Tiermissbrauch stattfindet. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Laborfleisch vegan sein könnte - immerhin können mit nur einer Zellentnahme mehrere Tonnen Fleisch hergestellt werden, sodass sehr vielen Tieren Züchtung, Haltung und Schlachthaus erspart bleiben. In der Praxis ist es aber komplizierter.


Problem 1: Nährmedien 

In der Entwicklung von In-vitro-Fleisch wurden und werden bis heute häufig Nährlösungen genutzt, die fötales Kälberserum (FKS) enthalten. FKS wird aus dem Blut von Rinderföten gewonnen, deren trächtige Mutter im Schlachthof ermordet wurde. Der Fötus stirbt in aller Regel ebenfalls. Viele Hersteller arbeiten zwar an serumfreien, synthetischen oder pflanzlichen Alternativen, die Umstellung ist jedoch technisch und wirtschaftlich noch nicht vollständig abgeschlossen.
Auch jenseits von FKS gibt es tierische Bestandteile, die teilweise im Produktionsprozess eingesetzt werden. Dazu gehören tierische Wachstumsfaktoren, Gelatine und Kollagen. Außerdem kann es zu Tierversuchen in Forschung und Zulassung kommen.


Problem 2: Potenziell missbräuchliche Tierhaltung

Aktuell befinden wir uns (noch?) nicht an einem Punkt, an dem Clean Meat weitere Tierhaltung ausschließt, weil immer wieder neue Zellproben entnommen werden müssen. Derzeit ist nämlich unklar, ob langfristig stabile Zelllinien ohne wiederholte Tierentnahmen industriell zuverlässig genutzt werden können. Auch ist fraglich, unter welchen Bedingungen die dafür genutzten Tiere leben müssen. Zusätzlich ist denkbar, dass Tiere parallel für andere Produkte wie Milch oder Eier missbraucht werden würden.

 

Mögliche Zukunftsperspektiven

Theoretisch könnte Laborfleisch vegan sein. Möglich wäre dies in einem Szenario, in dem einmalig eine unbegrenzt weiter vermehrbare Zellprobe entnommen wird, das Tier danach in Ruhe weiterlebt und alle folgenden Produktionsschritte ohne tierische Stoffe ablaufen. Dies wäre zumindest plausibel als vegan argumentierbar, weil kein systematischer Tiermissbrauch mehr stattfindet, sondern nur ein einmaliger Eingriff, der vergleichbar mit einer medizinischen Probeentnahme sein und das Ende von Schlachtungen bedeuten könnte.
Selbst, wenn es niemals klappt: Wir brauchen kein Laborfleisch und können alle essenziellen Nährstoffe aus pflanzlicher Ernährung bekommen. Du musst nicht auf Laborfleisch warten, um vegan zu leben - weder aus gesundheitlicher und erst recht nicht aus ethischer Perspektive. 

 

Fazit

Theoretisch könnte In-vitro-Fleisch vegan sein, ist aber in der Realität noch nicht so weit. Sollte die Herstellung zukünftig ohne fötales Kälberserum (und weitere tierische Bestandteile) funktionieren, würde sich die Bewertung deutlich verschieben. Dann hinge es vor allem davon ab, ob die Zelllinien dauerhaft ohne neue Tiere betrieben werden können, oder ob regelmäßig neue Zellproben nötig sind. Solange weiterhin Tiere entgegen ihrer Interessen für ihr Zellmaterial gezüchtet und gehalten werden, ist Laborfleisch nicht vegan. Das System basiert dann weiterhin auf Tiermissbrauch, selbst wenn weniger Individuen betroffen sind.
Uns ist bewusst, dass sich dieser Bereich aktuell schnell weiterentwickelt und wir behalten das für euch auf dem Schirm ✅

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Was bedeutet “Kann Spuren von enthalten” und ist das Produkt dann vegan? 🔍

Angelegt am: 11.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 11.02.2026

Auf einigen Lebensmitteln - auch auf veganen Produkten - sind Hinweise wie “Kann Spuren von Milch enthalten”, “Kann Spuren von Soja enthalten”, “Kann Spuren von Nüssen enthalten” usw. angegeben. Das kann erst einmal für Verwirrung sorgen - besonders, wenn Spuren von nicht-veganen Zutaten vermerkt sind. Wir entwirren das Thema für dich ⬇️


Was heißt “Kann Spuren von enthalten”? 

Bedeutet diese Angabe, dass Hersteller nicht genau wissen, welche Inhaltsstoffe in ihren Produkten stecken? Nein, natürlich nicht. Die Zutatenliste ist korrekt und wird bewusst so angegeben.
Der Hinweis Kann Spuren von enthalten wird vor allem aus Sicherheits- und Haftungsgründen aufgedruckt. Es geht darum, Menschen mit starken Allergien zu schützen. Ein entsprechender Vermerk findet sich häufig auf Produkten, die in einer Fabrik verarbeitet oder abgepackt werden, in der auch mit Allergenen gearbeitet wird.
👉
Es handelt sich um einen Allergiehinweis, nicht um eine Angabe, die entscheidet, ob ein Lebensmittel vegan ist oder nicht.
In der EU ist die Zutatenkennzeichnung verpflichtend, aber Spurenhinweise sind freiwillig und werden von Herstellern unterschiedlich genutzt. Manche schreiben sie sehr großzügig drauf, andere nur nach Risikoanalyse.

 

Was bedeutet Kreuzkontamination und was ist der Unterschied zu gezielten Zutaten?

Viele, auch vegane, Lebensmittel werden in Betrieben hergestellt, in denen noch andere Produkte wie Milcherzeugnisse, Eier, Nüsse, glutenhaltiges Getreide oder Soja verarbeitet werden, die potenziell allergische Reaktionen auslösen können. 

Auch wenn das vegane Produkt selbst keine dieser Zutaten enthält, kann es in der Produktion zu einer sogenannten Kreuzkontamination kommen. Kreuzkontamination bedeutet, dass Spuren eines Allergens unbeabsichtigt in ein anderes Lebensmittel gelangen können - beispielsweise durch Rückstände an Maschinen oder Lagerung in derselben Halle. 

Ein anschauliches Beispiel zum Verständnis: Ein veganer Riegel kann völlig ohne Milch produziert werden, sobald aber im gleichen Betrieb auch ein Tiermilch-Riegel hergestellt wird, ist oft nicht zu 100% ausgeschlossen, dass minimale Partikel übertragen werden. Und genau deshalb steht dann auf dem veganen Riegel: „Kann Spuren von Milch enthalten”. 


Schließt “Kann Spuren von enthalten” vegan aus? 

Nein - der Hinweis ist für Allergiker gedacht, nicht für Menschen, die vegan leben. Wichtig zu verstehen ist: “Kann Spuren enthalten” heißt nicht “enthält als Zutat”. Während die Zutatenliste bewusst enthaltene Bestandteile zeigt, geht es bei Spurenhinweisen um mögliche unbeabsichtigte Einträge. Das ist praktisch ein bedeutender Unterschied.

Ist „Kann Spuren von Milch enthalten“ vegan?

In aller Regel ja, solange keine tierischen Inhaltsstoffe auf der eigentlichen Zutatenliste stehen. Bei Spuren handelt es sich weder um eine absichtliche Zutat, noch entsteht gezielt Nachfrage nach tierischen Bestandteilen.


Ist „Kann Spuren von Ei enthalten“ vegan?

Ja, hier gilt dasselbe wie bei den Milch-Spuren. Eier sind kein beabsichtigter Teil der Zutatenliste und es wird keine gezielte Nachfrage danach geschaffen.

 

Fazit: Was bedeutet der Hinweis für Veganismus und Allergien?

Für Menschen mit Allergien wie Nussallergie, Zöliakie, Sojaallergie usw. ist “Kann Spuren von enthalten” ein ernstzunehmender und extrem wichtiger Warnhinweis. In manchen Fällen können selbst kleinste Mengen gefährlich sein und je nach Person für Hautreaktionen, Atemprobleme, Schock o.Ä. sorgen.
➡️ Mehr zum Thema vegan mit Allergien erfährst du in unserem ALLERGIE-GUIDE.

Für eine vegane Lebensweise ist der Hinweis “Kann Spuren enthalten” hingegen kein Ausschlusskriterium, weil durch versehentliche Rückstände keine gezielte Nachfrage nach tierischen Zutaten entsteht. So kommt es, dass ein Produkt mit der Angabe „Kann Spuren von Milch und Eiern enthalten“ trotzdem vegan ist, solange keine tierischen Inhaltsstoffe auf der Zutatenliste sind. 

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Was kann man als Veganer noch essen? 😧

Angelegt am: 17.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 17.02.2026

Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn sie sich zum ersten Mal mit Veganismus und veganem Essen befassen. Verständlich - schließlich bedeutet ein veganer Speiseplan ohne Tierprodukte erstmal, vom gewohnten Alltag abzuweichen. 

Aber wir können dich beruhigen: Der Umstieg auf vegan ist für viele Menschen deutlich einfacher als gedacht 😊 Wahrscheinlich ist ein großer Teil deiner Ernährung bereits vegan, ohne dass du es überhaupt bemerkst. Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze und Samen sind nicht nur Basics in einer veganen Ernährung, sondern auch Standardprodukte, die sowieso in fast jedem Haushalt vorkommen. Zudem sind Obst und Gemüse ein ganz normaler Bestandteil der rein pflanzlichen Ernährung - und da die meisten Menschen davon aktuell eher zu wenig essen, ist das für viele ein naheliegender Schritt.

Um dir konkrete Unterstützung zu bieten, zeigen wir dir jetzt, wie du Frühstück, Mittagessen und Abendessen vegan gestalten kannst. Mehr dazu erfährst du in unserem Guide TELLERGESTALTUNG + BASIS REZEPTE
Wenn du hier noch weiter runterscrollst, findest du eine Tabelle, in der vegane Alternativen zu verschiedenen nicht-veganen Produkten abgebildet sind. 

 

Vegane Hauptgerichte (Mittag- und Abendessen)

Was kann man als Veganer essen
Was essen Veganer

👉 Konkrete vegane Rezepte findest du hier.

 

Veganes Frühstück

Vegan leben vegan frühstücken
Vegan essen Frühstück
Vegan starten Rezeptideen

👉 Konkrete vegane Frühstücksrezepte findest du hier.

 

Lebensmittel vegan ersetzen

Gerade bei der Umstellung auf Vegan gilt es für viele herauszufinden, wie man gewohnte Produkte wie Fleisch, Milch und Eier vegan ersetzen kann. Wir nehmen dich an die Hand und erklären dir, mit welchen veganen Lebensmitteln du einen leckeren Geschmack haben und deine Nährwerte vegan decken kannst, ohne weiter an Tiersklaverei beteiligt zu sein. Vegan werden muss kein langer Weg werden, sondern kann ein einziger Schritt sein - mit den passenden Ressourcen 🤝

➡️ ZUM GANZEN MINI-GUIDE MIT KLICKBAREN LINKS!

Einblicke: 


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KLEIDUNG

Ist gebrauchtes Leder vegan? 💼🧥👞❓

Angelegt am: 25.11.2025
Zuletzt bearbeitet am: 05.02.2026

Diese Frage stellen sich vor allem neue Veganer immer wieder. Verständlich - man hat die Entscheidung getroffen, ab jetzt keine Tiere mehr zu missbrauchen, aber was ist mit den Tiermissbrauchsprodukten, die man noch zu Hause hat? Tatsächlich gibt es dafür nicht DIE EINE Lösung. Allgemein gesprochen kann sich die richtige Entscheidung an individuellen Faktoren bemessen und sollte die Signalwirkung von vegan lebenden Menschen nicht außen vor lassen. Aber keine Sorge, wir stehen dir zur Seite! Die folgenden Überlegungen helfen dir, eine gut begründete Entscheidung zu treffen 🤝

Ist Leder Auftragen vegan?

Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen ohne Missbrauch anderer Tiere leben sollen. Für Leder, das du vor deiner veganen Zeit gekauft hast, entsteht logischerweise keine neue Nachfrage und somit kein neuer Tiermissbrauch. Daher ist es im Rahmen eines pragmatischen Veganismus prinzipiell möglich, dieses Leder aufzutragen. Das bedeutet aber nicht, dass es aus allen Blickwinkeln in Ordnung ist - schließlich ist Veganismus nur der Minimalrahmen für einen ethischen Umgang mit Tieren. Folgende Fragen solltest du dir unbedingt stellen: 

1. Welche Vorbildwirkung möchte ich haben?

Aktuell sind wir vegane Vorreiter einer noch kleinen Bewegung. Ob wir es wollen oder nicht - andere beobachten unser Handeln und interpretieren es. Damit geht eine Verantwortung einher, der du zwar im Rahmen des Veganismus nicht zwangsläufig nachkommen musst, deren Übernahme aber für die Zukunft der anderen Tiere entscheidend sein kann.
Als Veganer wollen wir unter anderem, dass das Tragen von Tierhaut nicht weiter normalisiert wird - dann ist es durchaus sinnvoll, dies selbst nicht zu tun. Vor allem, wenn andere um uns herum wissen, dass wir vegan sind, kann dies nämlich fatal sein - ganz nach dem Motto “Der Veganer macht es auch, dann kann es ja doch nicht so schlimm sein”. Das gilt insbesondere für sehr offensichtliche Lederprodukte. Sofern man altes Leder gar nicht als solches erkennt, ist es eher zu vernachlässigen. 

Wenn man weiter denkt, hat das Ganze natürlich eine Praktikabilitäts-Grenze. Schließlich können wir nicht jeden veganen Burger, den wir unterwegs essen, kennzeichnen, um bloß keine falsche Signalwirkung zu senden. Ebenso gibt es Fake-Leder, das täuschend echt aussieht. Streng genommen dürften wir auch das dann nicht tragen, solange nicht dick und fett VEGAN draufsteht. Deshalb bleibt es in gewissem Maße eine persönliche Frage, ob du es vertreten kannst, als Veganer gebrauchtes Leder aufzutragen. 

Weitere Gedanken rund um Vorbildwirkung und Marktwert in diesem Video ⬇️

2. Wie würde ich bei Menschenhaut handeln? 

Als vegan lebende Menschen haben wir erkannt, dass es keinen ethisch relevanten Unterschied zwischen uns und den anderen Tieren gibt, der deren Sklavenstatus rechtfertigt. Immerhin sind wir alle empfindungsfähig und haben eigene Interessen.
Deine Entscheidung, egal wie diese ausfällt, sollte sich also daran orientieren, wie du handeln würdest, wenn du Produkte aus Menschenhaut übrig hättest (Legalität und gesellschaftliche Akzeptanz einmal außen vor gelassen). Nur so kannst du deine Entscheidung frei von Speziesismus, also Diskriminierung aufgrund der Spezies, treffen.
Falls dir der Vergleich mit Menschenhaut sauer aufstößt, hinterfrag einmal, warum du es als unterschiedlich empfindest, Kuh- und Menschenleder zu tragen. Oft tragen auch wir Veganer noch restlichen Speziesismus in uns, den es auszumerzen gilt.


Optionen im Umgang mit gebrauchtem Leder 

Welche Optionen gibt es überhaupt, mit gebrauchtem Leder umzugehen, wenn du es nicht auftragen willst? Wir gehen sie einmal mit dir gemeinsam durch, bewerten sie und schließen ggf. einige Möglichkeiten aus. 

  1. Verstauben lassen

    Taschen, Schuhe oder Jacke einfach in der hintersten Schrankecke verstauben zu lassen, richtet zwar keinen Schaden an, löst aber natürlich auch nichts. Wenn du ohnehin genug Platz hast - warum nicht? Ansonsten wirst du über kurz oder lang eine andere Lösung finden müssen. 

  2. Wegwerfen

    Gebrauchtes Leder, das du bereits zu Hause hast, wegzuwerfen, wirkt auf den ersten Blick wie eine klare Abgrenzung. Oft ist der Ekel, sobald man realisiert hat, dass es sich um die Haut von JEMAND anderem handelt, so groß, dass es rein emotional keine andere Lösung gibt. Das können wir gut nachvollziehen und halten es auch nicht für die schlechteste Option. In puncto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung kann man diese Wahl aber durchaus überdenken. 

  3. Vernichten - und posten

    Manche entscheiden sich für eine symbolische Vernichtung bestehender Lederartikel, z. B. in Form von Verbrennen. Das mag sich zwar wie ein persönlicher Befreiungsschlag aus dem System der Tierversklavung anfühlen, liefert aber ohne mediale Aufmerksamkeit keinerlei Mehrwert für die Tiere. Falls du dich für so einen Schritt entscheidest, solltest du unbedingt Aufnahmen davon posten und erklären, warum du dich für den Umstieg auf ein veganes Leben entschieden hast. So kannst du weitere Menschen zum Nachdenken und im besten Fall zum Handeln bringen. 

  4. Verkaufen (und etwas Veganes davon kaufen)

    Indem du das Lederstück verkaufst, bringst du es einerseits wieder in Umlauf und trägst in gewissem Maße dazu bei, dass es normal bleibt, Tierhaut zu tragen. Andererseits hältst du dadurch möglicherweise jemanden davon ab, ein neues Teil zu kaufen, für das neuer Tiermissbrauch und -mord entstanden ist. Solange die Käufer (z. B. auf Online-Marktplätzen) nicht wissen, dass du vegan lebst, brauchst du dir hier keine Gedanken über eine schlechte Vorbildwirkung zu machen. Mit dem eingenommenen Geld kannst du etwas Veganes kaufen und so die Nachfrage nach veganen Alternativen steigern, oder du könntest das Geld als “Wiedergutmachung” in veganen Aktivismus investieren. So verteilst du das Kapital aus Tierversklavung in deren Bekämpfung um. 

  5. Spenden

    Diese Möglichkeit geht in eine ähnliche Richtung wie Verkaufen. Es entsteht keine neue Nachfrage und wenn du anonym spendest, fällt auch deine Vorbildwirkung nicht ins Gewicht. Da du kein Geld bekommst, kannst du keine neue Nachfrage nach veganen Produkten schaffen. Dafür hilfst du Menschen in Not, die ohne deine alte Lederjacke vielleicht erfrieren würden.
    Achtung: Teilweise lassen betrügerische Betreiber Container wie wohltätige Sammlungen aussehen, obwohl die Kleidung rein gewerblich verkauft wird. Informiere dich daher bitte vorab über den Spendenort, wende dich an lokale Hilfsstellen und gib deine Spende ggf. direkt dort ab, um zu verhindern, dass Kapital aus deiner alten Lederkleidung geschlagen wird.

  6. Freunden geben

    Auf den ersten Blick vielleicht praktisch, aber tatsächlich die problematischste Option. In diesem Fall verfehlst du deine vegane Vorbildwirkung, da du als vegan lebender Mensch anderen die Botschaft sendest, dass es auch ok ist, wenn sie weiterhin nicht vegan leben. Zudem signalisiert du den Menschen in deinem Umfeld damit unterschwellig, dass du glaubst, dass sie sowieso nie vegan werden. Das stimmt jedoch nicht, denn jeder kann sich ändern. 


Ist Secondhand Leder kaufen vegan?

Die Frage nach Leder, das du bereits besitzt, ist damit klar umrissen. Aber “darfst” du als Veganer losziehen und dir gebrauchte Lederkleidung kaufen?
Ob Secondhand-Leder vegan ist, entscheidet sich im Kern daran, ob durch den Kauf neuer Tiermissbrauch finanziert wird. Bei Secondhand wirkt das auf den ersten Blick nicht so, weil das Produkt bereits existiert. In vielen Fällen stimmt das auch. Trotzdem kann es indirekte Auswirkungen geben, je nachdem, wo man kauft. Manche Secondhand-Läden erwerben z. B. unverkaufte Neuware von regulären Händlern. So fließt dennoch Geld zurück an den ursprünglichen Händler, der das Produkt ansonsten hätte wegwerfen müssen. Dadurch entsteht ein wirtschaftlicher Anreiz, weiter tierische Produkte zu produzieren. 

Beim Kauf zwischen Privatpersonen ist diese finanzielle Verbindung zur Produktion neuer Ware in der Regel nicht gegeben. Trotzdem bleibt ein weiterer Faktor relevant: Vorbildwirkung und soziale Signale. Wenn eine vegan lebende Person Leder kauft oder trägt und das Umfeld weiß, dass diese Person vegan ist, kann leicht der Eindruck entstehen, Leder sei vereinbar mit veganen Werten. Daraus kann ein entlastender Effekt für Außenstehende entstehen, nach dem Motto: "Wenn selbst Veganer Leder kaufen, kann es so schlimm nicht sein". Die Botschaft wird verwässert - dieser Effekt ist real und sollte in die Entscheidung einbezogen werden.
Bedenke außerdem: Wenn du gebrauchte Tierprodukte kaufst, greift möglicherweise dadurch ein Nicht-Veganer mehr auf Neuware zurück und generiert neue Nachfrage.


Die Lederindustrie

Fazit

Am wichtigsten ist beim Veganismus, keine neuen Tierprodukte nachzukaufen, denn die Nachfrage entscheidet, ob Tiermissbrauch weitergeht. Gebrauchtes Leder ist nur noch indirekt mit Tiermissbrauch verbunden, aber seine potenzielle Wirkung nach außen und die individuellen Umstände entscheiden, ob du es deshalb auch auftragen solltest und was du sonst am besten damit machst. Frage dich in jedem Fall, ob du deine Entscheidung genauso treffen würdest, wenn es sich um Menschenhaut handeln würde und prüfe, welche Signale du senden willst. Vom Verschenken an Freunde und von der Neuanschaffung von kommerziellem Secondhand-Leder raten wir dir jedoch dringend ab. Kommuniziere deine Werte transparent und stelle in deinem Umfeld klar, dass Nicht Vegan Sein Nicht OK Ist!

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Ist Kunstleder vegan? 👜👝👢

Angelegt am: 27.01.2026
Zuletzt bearbeitet am: 27.01.2026

Die Frage, ob Kunstleder vegan ist, lässt sich zunächst technisch beantworten. Kunstleder ist dann vegan, wenn bei seiner Herstellung keine tierischen Bestandteile verwendet wurden. In diesem engen, materialbezogenen Sinn ist Kunstleder oft, aber nicht automatisch, vegan (s. nächster Absatz).
Sofern es sich nicht um Tierhaut handelt und keine anderen tierischen Bestandteile verwendet wurden, entsteht keine direkte Nachfrage nach Tiermissbrauch. Dennoch: An einigen Stellen erntet sogenanntes veganes Leder Kritik. Der Grund dafür: Wie bei vielen Fragen rund um Veganismus und Tierethik greift eine rein stoffliche Betrachtung zu kurz.

 

Ist jedes Kunstleder vegan und woran erkennt man veganes Kunstleder?

Nicht jedes Kunstleder ist automatisch vegan. Zwar bestehen die meisten Kunstleder aus synthetischen Materialien wie PU oder PVC, doch bei der Verarbeitung können tierische Bestandteile eingesetzt werden, etwa in Farbstoffen oder Beschichtungen. Entscheidend ist daher nicht der Begriff Kunstleder, sondern die konkrete Material- und Produktionsangabe. Veganes Kunstleder erkennt man an klaren Herstellerdeklarationen als vegan oder an entsprechenden Zertifizierungen.

Ist Kunstleder wirklich vegan Lederersatz vegan


Vegane Vorbildfunktion?

Veganismus ist kein reines Konsumlabel, sondern eine ethische Haltung gegenüber anderen Tieren. Menschen, die heutzutage vegan leben, sind Teil einer aufstrebenden Minderheit, die eine Vorbildfunktion für den Rest der Gesellschaft einnehmen kann. Ob wir als Veganer der Meinung sind, dass wir diese Vorbildfunktion einnehmen SOLLTEN oder nicht - man kann logisch annehmen, dass unser Verhalten beobachtet, kommentiert und verallgemeinert wird. Deshalb stellt sich neben der Materialfrage auch die Frage nach der gesellschaftlichen Wirkung des eigenen Handelns. 

Veganes Kunstleder sieht in vielen Fällen Tierhaut-Leder so ähnlich, dass es für Außenstehende nicht unterscheidbar ist. Genau hier entsteht ein Spannungsfeld. Auch wenn objektiv kein Tierprodukt getragen wird, kann subjektiv der Eindruck entstehen, Tierhaut zu Kleidung zu verarbeiten sei weiterhin akzeptabel, modern oder unproblematisch. Diese Normalisierung wirkt nicht auf der Ebene individueller Moral, sondern auf der Ebene sozialer Signale. 

Ob wir mit unserem bloßen Auftreten einen relevanten Einfluss auf nicht-vegane Menschen nehmen, lässt sich bisher weder belegen noch widerlegen. Daraus folgt keine totale Verantwortung für die Entscheidungen anderer Menschen, aber es folgt auch nicht Verantwortungslosigkeit. Zwischen diesen Polen liegt der realistische Bereich. Wenn wir sichtbar vegan leben, sollten wir davon ausgehen, dass wir potenziell mit prägen, was als konsistent, glaubwürdig oder widersprüchlich wahrgenommen wird.

 

Praktische Grenzen der Vorbildfunktion

An dieser Stelle taucht häufig ein scheinbarer Widerspruch auf. Wenn vegane Burger und weitere Ersatzprodukte "erlaubt" sind, obwohl sie wie Fleisch aussehen, warum sollte dann Kunstleder problematisch sein, nur weil es wie Leder aussieht? 

Man kann argumentieren, dass der Unterschied weniger im Produkt selbst liegt als in der Praktikabilität der Kennzeichnung. Ein Burger wird gegessen und verschwindet - gerade unterwegs ist es nicht immer möglich, ihn für alle Außenstehenden deutlich als vegan erkennbar zu machen. Wenn Menschen wissen, dass du vegan lebst, werden sie wahrscheinlich davon ausgehen, dass der Burger vegan ist - immerhin ist mittlerweile die Information weit verbreitet, dass Veganer kein Fleisch essen.

Kunstleder funktioniert in diesem Punkt anders. Kleidung ist dauerhaft sichtbar und wird über längere Zeiträume wahrgenommen. Selbst, wenn andere nicht wissen, dass du vegan lebst, könnte man argumentieren, dass du mit dem Tragen von täuschend echt aussehendem Fake Leder zur Normalisierung von Leder in der Gesellschaft beiträgst. Wenn eine als vegan bekannte Person regelmäßig lederähnliche Produkte trägt, entsteht zudem leichter der Eindruck, Leder sei mit veganen Werten vereinbar oder zumindest nicht besonders problematisch. Vielen ist noch nicht bewusst, dass Veganismus KEINE ERNÄHRUNGSWEISE ist und sich nicht nur auf den Bereich Essen, sondern auch auf Kleidung usw. bezieht.
Missverständnisse lassen sich häufig aus dem Weg räumen, indem man z. B. einen VEGAN Aufnäher gut sichtbar an der veganen Lederjacke anbringt. Solche Hinweise sind, anders als beim Burger, nach einmaligem Anbringen langfristig sichtbar und daher praktikabler im Alltag.

Vegane Kleidung vegan


Fazit

Aus den genannten Gründen würden wir, insbesondere beim Aktivismus, kein veganes Kunstleder tragen, das nicht für jeden offensichtlich als vegan gekennzeichnet ist, beispielsweise durch Aufnäher. Es folgt jedoch keine pauschale Verbotslogik. Wer öffentlich sichtbar vegan lebt oder aktivistisch tätig ist, wird stärker abwägen müssen als jemand, der privat vegan lebt, sich nur mit Veganern trifft und kaum als Referenzpunkt dient. 
Vegan lebende Menschen können nicht jede Handlung kennzeichnen, erklären oder absichern. Praktikabilität ist ein legitimer Faktor. Gleichzeitig ist es sinnvoll, dort sensibler zu sein, wo die eigene Rolle nach außen langfristig wirkt.

Am Ende bleibt festzuhalten: Die Frage, ob Lederimitat vegan ist, lässt sich in der Mehrheit der handelsüblichen Fälle mit ja beantworten. Ob es sinnvoll ist, es zu tragen, hängt weniger vom Material als von seiner Wirkung ab. Eine reflektierte, individuelle Entscheidung erkennt die potenzielle vegane Vorbildwirkung an, ohne sie zu überhöhen, und orientiert sich an Konsistenz, Praktikabilität und ehrlicher Abwägung.

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Ist gebrauchter Pelz vegan? 🧵🦊🎞️

Angelegt am: 03.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 03.02.2026

Du bist neu vegan und hast noch Pelz im Schrank? Oder du lebst vegan und bekommst Omas alten Pelzmantel - was tun? Und was ist mit Secondhand Pelz?
Es wäre zu kurz gegriffen, zu behaupten, dass es hier die eine pauschale Lösung gäbe. Aber wir sind zur Stelle und geben dir hilfreiche Denkanstöße, damit du fundierte Entscheidungen treffen kannst 🤝

 

Ist Pelz Auftragen vegan?

Zunächst wollen wir betrachten, was Veganismus ist - und nicht ist. Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen ohne Missbrauch anderer Tiere leben sollen. Da durch gebrauchten Pelz keine direkte Nachfrage nach Tiermissbrauch entsteht, ist es grundsätzlich möglich, ihn im Rahmen eines pragmatischen Veganismus aufzutragen. Das bedeutet aber nicht, dass es empfehlenswert ist. Es gibt tierethische Fragen, die über Veganismus hinausreichen und auch in Bezug auf gebrauchte Pelze sollten weitere Punkte bedacht werden: 

Mögliche vegane Vorbildwirkung

Als vegan lebende Menschen sind wir Teil einer Bewegung, die gesellschaftlichen Wandel anstoßen will. Zwar geht mit Veganismus an sich keine Pflicht einher, Verantwortung für das Handeln anderer zu übernehmen - es ist aber zumindest plausibel anzunehmen, dass unser Verhalten beobachtet und interpretiert wird.

Wenn wir wollen, dass das Tragen von Tierhaut (ob nun ohne Haare als Leder oder mit Haaren als Pelz) zum gesellschaftlichen Tabu wird, dann ist es sinnvoll, es selbst nicht zu tun. Bislang wird Veganismus oft als reine Ernährungsweise missverstanden. Wenn wir also Pelz tragen, könnte der Eindruck entstehen, der Kauf sei mit veganen Werten vereinbar und “nicht so schlimm für die Tiere”.
Spätestens beim Aktivismus sind Sichtbarkeit und Vorbildwirkung Teil der Handlung und es kann auf Außenstehende sehr heuchlerisch und unglaubwürdig wirken, seine Schützlinge zu tragen. Dazu kommt, dass gerade Pelz historisch sehr eng mit extremem Tiermissbrauch als Status- und Machtsymbol verknüpft ist.

 

Möglichkeiten im Umgang mit gebrauchtem Pelz

Wenn du dich entscheidest, Pelz nicht aufzutragen - welche Möglichkeiten bleiben dann noch? Wir gehen sie Schritt für Schritt mit dir durch:

1. Verstauben lassen 

Pelze im Schrank einstauben zu lassen, richtet keinen neuen Schaden an. Eine echte Lösung ist es aber auch nicht. Wenn du nicht viel Platz hast, wirst du langfristig eine andere Option wählen müssen.

2. Wegwerfen

Sobald man versteht, dass es sich um Haut und Haare von JEMAND anderem handelt, wird der Ekel häufig so groß, dass man Pelze etc. am liebsten wegwerfen will. Die schlechteste Entscheidung ist es nicht - im Hinblick auf Nachhaltigkeit ist es aber legitim, sie anzuzweifeln.

3. Vernichten - und posten

Manche beschließen, bestehenden Pelz zu vernichten, zum Beispiel durch Verbrennen. Persönlich kann sich das wie ein Befreiungsschlag anfühlen, ohne mediale Aufmerksamkeit haben die Tiere aber leider nichts davon. Falls du so einen Schritt gehst, filme und poste es mit einer Erklärung, warum du dich für den Schritt in ein veganes Leben entschieden hast.

4. Den Tieren “zurückgeben” 

Direkter profitieren die Tiere, indem du gebrauchte Pelze nutzt, um ihnen Sicherheit und Schutz zu geben. Vorhandene Pelze lassen sich sinnvoll umfunktionieren, indem man sie wettergeschützt als ausgepolsterte Ruhe- oder Sitzflächen für Vögel zur Verfügung stellt. Dafür sollte der Pelz gründlich gereinigt, von chemischen Rückständen befreit und auf ein stabiles Trägermaterial wie Holz gespannt oder in kleine Streifen geschnitten werden. Diese können in Nistkästen, an geschützten Sitzplätzen oder locker in der Nähe von Futterstellen befestigt werden, wo sie Wärme bieten und Halt geben. Wichtig ist eine sichere Befestigung und regelmäßige Kontrolle, damit sich keine Tiere verfangen.

5. Verkaufen (und etwas Veganes davon kaufen)

Wenn du gebrauchte Pelze verkaufst, hältst du einerseits möglicherweise jemanden davon ab, neuen Tiermissbrauch in Auftrag zu geben. Mit dem eingenommenen Geld können vegane Sachen gekauft oder aktivistische Aktionen unterstützt werden.
Andererseits hältst du Pelz damit in Umlauf und trägst ein Stück weit dazu bei, dass er normalisiert und ggf. als modisch wahrgenommen wird. Gerade bei einem Produkt, das kulturell so stark mit Tierquälerei verbunden ist, dass selbst viele nicht-vegan lebende Menschen es bereits als unethisch anerkennen, stellt sich die Frage, ob es überhaupt gerechtfertigt werden kann, es wieder in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.

6. Spenden

Ähnlich wie beim Verkaufen entsteht keine neue Nachfrage. Zudem kannst du mit einer Spende potenziell Menschen in Not helfen, sofern du darauf achtest, dass deine Spende wirklich an eine wohltätige Sammlung und nicht an einen betrügerisch betriebenen Container geht. 
Trotzdem ist auch hier zu beachten: Pelze senden dauerhaft ein sichtbares Signal. Um falsche Wirkungen zu vermeiden, würden wir bestehende Pelze lieber nutzen, um Tieren in Not zu helfen, womit wir wieder zu Tipp #4 zurückkommen 🐦🪹✨

7. An Freunde weitergeben

Davon würden wir deutlich abraten, weil du so die versteckte Botschaft sendest, dass es in Ordnung wäre, weiterhin nicht vegan zu leben und du es deinen Freunden vielleicht auch gar nicht zutraust. Das stimmt aber nicht, denn jeder kann sich ändern und du bist ein Beweis dafür. 


Ist Secondhand Pelz vegan?

Auf einem anderen Blatt Papier steht die Frage, ob du dir als vegan lebender Mensch gebrauchte Pelze anschaffen solltest. Auf der einen Seite wird kein neuer Tiermissbrauch finanziert, da das Teil ja bereits in der Welt ist. Auf der anderen Seite signalisierst du mit deinem Kauf aber Verkäufern, dass sie mit Tierhaut Geld verdienen können und diese haben somit ein Interesse daran, mehr davon anzubieten. Aus demselben Grund würden wir auch keinen Pelz an einen Secondhand-Laden geben. Hinzu kommt, dass du potenziell gebrauchte Tierprodukte kaufst, die ansonsten ein nicht-veganer Mensch genommen und somit zumindest neuen Tiermissbrauch vermieden hätte.

Auch das Tragen von Secondhand Pelz kann aufgrund der Außenwirkung kritisiert werden: Pelze sind geschichtlich eng damit verknüpft, sich als Mensch über andere Tiere zu erheben und sich mit ihnen zu schmücken. Trotz guter Absichten ist es unmöglich zu verhindern, dass solche Bilder in den Köpfen einiger Betrachter aufkommen und Pelz im Alltag normalisiert wird. 

 

Fazit

Veganismus ist ein ethisches Prinzip, das in der Umsetzung vor allem bedeutet, keine neuen Tierprodukte nachzukaufen, um keinen Tiermissbrauch zu finanzieren. Bei gebrauchtem Pelz ist die Verbindung zu Tiermissbrauch in den meisten Fällen nur noch indirekt gegeben, was aber nicht automatisch bedeutet, dass es in Ordnung ist, wenn wir als Veganer Pelz tragen. Von einer Neuanschaffung von Secondhand Pelz würden wir auf jeden Fall abraten, genau wie vom Verschenken an Bekannte.
Es gibt keine schwarz-weiß Antwort auf die Frage, was der beste Umgang mit bestehendem Pelz ist. Wir persönlich würden uns wohl dafür entscheiden, Tieren in Not damit sichere Plätze zu bauen. Besonders beim Aktivismus würden wir allein aufgrund unserer Vorbildfunktion und der historischen Prägung keinen Pelz und auch keinen Kunstpelz tragen. 

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Ist Kunstpelz vegan? 🧵❌🦊

Angelegt am: 02.02.2026
Zuletzt bearbeitet am: 02.02.2026

Ob Kunstpelz vegan ist, lässt sich zunächst auf der Materialebene beantworten. Anders als “echter Pelz” besteht Kunstpelz nicht aus der abgezogenen Haut mit Haaren von Tieren, sondern aus synthetischen Materialien. Meist werden bei der Herstellung keine tierischen Bestandteile eingesetzt. Da kein Tiermissbrauch in Auftrag gegeben wird, kann Kunstpelz in der Mehrheit der handelsüblichen Fälle als vegan gelten.
Tierethik beschränkt sich allerdings nicht auf Materialkunde, sondern bezieht auch Wirkungen und Zusammenhänge mit ein.

 

Wann ist Kunstpelz vegan und wann nicht?

Entscheidend für die Klärung dieser Frage ist primär, woraus ein Produkt besteht und wie es verarbeitet wurde. Fake Pelz wird üblicherweise aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Acryl hergestellt. Trotzdem können im Herstellungsprozess Hilfsstoffe verwendet werden, die tierischen Ursprungs sind, etwa bei Farben, Beschichtungen oder Klebstoffen. Das ist selten, aber nicht ausgeschlossen.
Ob ein bestimmter Fake Pelz vegan ist, lässt sich daher nicht am Begriff selbst erkennen, sondern nur an konkreten Materialangaben und expliziten veganen Zertifizierungen.
Zusätzlich kommt ein weiteres Problem dazu: Es wird immer wieder echter Pelz als Kunstpelz verkauft - entweder absichtlich durch Betrug oder weil Lieferketten schlecht kontrolliert werden. Besonders bei sehr günstig produzierter Ware oder Importen aus Ländern mit schwacher Kennzeichnung kann das vorkommen. Deshalb sollte man bei Fake Pelz grundsätzlich kritisch bleiben, auf seriöse Hersteller achten und im Zweifel lieber auf eindeutige Zertifizierungen oder geprüfte Materialien setzen.

 

Pelzoptik und soziale Signale

Veganismus ist keine private Geschmacksfrage, sondern eine ethische Position gegenüber anderen Tieren. Veganer sind Teil einer Bewegung, die gesellschaftliches Umdenken anstrebt und können eine gewisse Vorbildrolle einnehmen. Unabhängig davon, ob man diese Rolle aktiv sucht, kann man davon ausgehen, dass das Verhalten vegan lebender Menschen von anderen wahrgenommen und interpretiert wird.

Für Außenstehende ist Pelzimitat meist nicht von “echtem” Pelz zu unterscheiden. Damit entsteht ein Konflikt: Auch wenn objektiv kein Tierprodukt getragen wird, kann subjektiv der Eindruck entstehen, Pelz sei weiterhin gesellschaftlich akzeptiert oder modisch. Diese Wirkung entsteht nicht durch individuelle Absicht, sondern durch Wiederholung sichtbarer Muster. 

Ob (und inwieweit) das Handeln von Veganern das Verhalten anderer Menschen messbar beeinflusst, ist empirisch nicht geklärt. Daraus folgt weder eine vollständige Verantwortung für fremde Entscheidungen noch die Annahme völliger Wirkungslosigkeit.
Wer sichtbar vegan lebt oder aktivistisch tätig ist, kann jedoch realistisch davon ausgehen, dass das eigene Auftreten mit veganen Werten in Verbindung gebracht wird. Gerade weil Veganismus gesellschaftlich oft auf Ernährung reduziert wird, entstehen bei Kleidung besonders leicht Missverständnisse.

 

Abgrenzung zu anderen Imitaten

Der Vergleich mit veganen Ersatzprodukten liegt nahe: Warum sollte Fake Pelz problematischer sein als ein veganer Burger, der aussieht wie Fleisch? 

Es lässt sich argumentieren, dass der Unterschied weniger im Produkt selbst als in der Dauerhaftigkeit und Umsetzbarkeit einer Kennzeichnung liegt: Ein Burger wird gegessen und verschwindet. Es ist kaum möglich, ihn zu jeder Zeit für alle Außenstehenden als vegan zu kennzeichnen. 

Kleidung hingegen bleibt sichtbar. Ein pelzähnliches Kleidungsstück sendet über lange Zeit ein visuelles Signal. Bei Kunstpelz kommt hinzu, dass der imitierte Pelz historisch für Luxus, Status und extremen Tiermissbrauch steht. Die Symbolik bestimmter Kleidungsstücke wirkt unabhängig vom tatsächlich verwendeten Material und kann ohne jede böse Absicht des Tragenden entstehen.
Verglichen mit Essen ist es einfach, Kleidung wie Fake Pelz langfristig für jeden erkennbar als vegan zu kennzeichnen, zum Beispiel, indem man VEGAN auf die vegane Pelzjacke schreibt oder einen Aufnäher an der Mütze anbringt.

Tragen Veganer Pelz


Fazit

Materialbezogen ist Kunstpelz in den meisten Fällen vegan. Tierethisch entscheidend ist jedoch nicht allein die Frage nach Inhaltsstoffen, sondern auch nach Wirkung und Kontext. Zwar können vegan lebende Menschen nicht die Außenwirkung jeder ihrer Alltagsentscheidungen absichern und Praktikabilität ist ein legitimer Faktor. Gleichzeitig lassen sich bestimmte Missverständnisse aber vergleichsweise einfach vermeiden. Sichtbare Hinweise wie vegane Aufnäher können dazu beitragen, die eigene Haltung verständlich zu machen. Im Gegensatz zu Lebensmitteln sind solche Hinweise bei Kleidung dauerhaft umsetzbar.

Darüber hinaus kann man anführen, dass Fake Pelz gegenüber anderen Ersatzprodukten eine Art Sonderstellung einnimmt, weil insbesondere Pelz kulturell stark mit Tierquälerei verbunden und (zum Glück) auch von vielen Nicht-Veganern bereits als unethisch betrachtet wird. Hier stellt sich die Frage, inwieweit es in Ordnung ist, als vegan lebender Mensch - wenn auch unabsichtlich - dazu beizutragen, dass Pelzoptik wieder in der Mitte der Gesellschaft ankommen kann. 

Daraus erfolgt kein pauschales Verbot. Es folgt jedoch die Notwendigkeit, vernünftig abzuwägen. Gerade in aktivistischen Zusammenhängen kann Fake Pelz problematisch sein. Wir persönlich würden, vor allem beim Aktivismus, keine vegane Kleidung aus Kunstpelz tragen, da dort Sichtbarkeit und Vorbildwirkung explizit Teil der Handlung sind.

Eine reflektierte vegane Entscheidung berücksichtigt Material, Sichtbarkeit und soziale Wirkung. Sie orientiert sich an Konsistenz, Praktikabilität und realistischer Einschätzung der eigenen Rolle ✅

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WEITERES

Warum essen Veganer keine Eier vom Hinterhof? 🥚❌

Angelegt am: 01.09.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.09.2025

Vorab: Bei Hinterhof-Hühnern handelt es sich um Hühner, die von Privatleuten gerettet oder gekauft wurden. Diese Hühner leben zur Produktion und Bereitstellung von Eiern, oder als Haustiere unter menschlicher Obhut. 

Die meisten Menschen teilen bestimmt unsere Ansicht, dass Kükenschreddern und ähnliche Praktiken der konventionellen Eierindustrie unmoralisch sind. Diese kommen bei Hinterhof-Hühnern aber nicht vor, denkst du jetzt vielleicht. Ist es in diesem Fall nicht völlig in Ordnung, auch die Eier zu essen? 

Die kurze Antwort: Nein! 

Zuerst einmal kann eine gute Behandlung keine Rechtfertigung für Missbrauch sein. Man stelle sich vor, wir würden Menschen mit Freilauf in schöner Umgebung halten, um ihnen ihre Perioden oder Sonstiges wegzunehmen. Klingt auf einmal gar nicht mehr so in Ordnung, oder? Und es gibt einige weitere Punkte, die gegen eine derartige Nutzung der Tiere sprechen:

  • Die Herkunft der Hühner: Indem Menschen Hühner aus der Eierindustrie, z. B. vom Bauern oder Züchter, kaufen, unterstützen sie dadurch auch die dahinterstehende Branche finanziell. Die Praktiken, die dort vollzogen werden, umfassen u. a. das Ermorden männlicher Küken kurz nach der Geburt, oder das Ermorden von Legehennen, sobald sie als nicht mehr profitabel gelten. Auch für den Hinterhof werden wahrscheinlich nur (eierlegende) Hennen gekauft, wodurch die männlichen Küken wiederum als “Abfall” übrig bleiben und vernichtet werden.
    Nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage werden zudem weiterhin Hühner gezüchtet. Folglich wird durch den Kauf von Hühnern häufig ein bestehender Sklavenmarkt weiter befeuert. 



  • Überzüchtung: Legehennen sind i.d.R. stark überzüchtet. Das hat zur Folge, dass sie durchschnittlich ca. 300 Eier pro Jahr legen statt normalerweise etwa 10-15. Die Legeleistung wurde also vom Menschen gezielt verdreißigfacht. Dieser Prozess laugt die Tiere massiv aus - falls du eine Gebärmutter hast, kannst du dir sicher vorstellen, wie anstrengend es wäre, jeden Tag deine Periode zu haben. Die meisten Legehennen sind Qualzuchten, für die die bloße Existenz bereits eine unvorstellbare Anstrengung bedeutet.
    Darüber hinaus leiden diese Hühner häufig unter Nährstoffmangel und daraus resultierenden Krankheiten wie Osteoporose (Brüchigwerden der Knochen durch Verlust von Kalzium). Oftmals kommt es auch zum sogenannten Eistau, bei dem ein Ei in der Kloake stecken bleibt und diese verstopft, was meist zum Tod unter schweren Qualen führt. Davon können auch Hinterhof-Hühner betroffen sein.

    Diese Qualzucht gilt es in erster Linie zu verhindern, indem man keine aus ihr entstandenen Tiere kauft und so weitere Zucht nachfragt. Bei geretteten Hühnern besteht die Möglichkeit, ihnen ihre Eier zurück zu füttern, um zumindest einen Teil der verloren gegangenen Nährstoffe zu ersetzen. Außerdem gilt es bei geretteten Legehennen, sie ggf. durch Hormonzugabe von der hohen Legerate zu befreien.

Entzündung der Kloake

  • Unterbindung von natürlichem Verhalten: Hennen haben den angeborenen Instinkt, ihre Eier auszubrüten. Dieser Urinstinkt und die damit verbundenen Verhaltensweisen können durch die Entnahme der Eier nicht ausgelebt werden. Da die Tiere von den meisten Menschen als Ressourcen statt als Individuen gesehen werden, geraten ihre Bedürfnisse auch in der Hinterhof-Haltung oft dramatisch in den Hintergrund.

  • Kritischer Blick auf die Hühner als Individuen: Was ist die Intention, Hinterhof-Hühner zu halten? Wenn es vor allem darum geht, ihre Eier zu essen, werden die Tiere von Begleitern zu Ressourcen degradiert. Folglich ist es für einige Hühnerhalter normal, die Tiere zu ermorden, falls sie ihre eigenen Eier essen, nicht mehr genug Eier legen, oder krank werden.
    Der Wert von Hühnern, die wir adoptieren, sollte jedoch niemals von ihrem Nutzen für uns abhängig sein. Man stelle sich nur mal vor, jemand adoptiert einen Hund und wenn dieser nicht so kuschelt, wie Mensch es möchte, wird er eben abgemurkst. Das findest du bestimmt auch grausam, oder? Genauso sollte also die Adoption von Hühnern nicht an die Bedingung ihres Nutzens gebunden sein. Auch Haushühner dürfen nicht unsere Sklaven sein und für den menschlichen Besitzanspruch missbraucht werden!

Hier noch eine kurze, weiterführende Einordnung von Raffaela:

Was essen Veganer statt Eiern?

Wer vegan lebt und in der Konsequenz auf tierische Produkte verzichtet, kommt trotzdem auf den Geschmack – Eier vegan zu ersetzen, ist heutzutage einfacher denn je. Gesunden, proteinreichen veganen Eiersatz kannst du z. B. aus Tofu, Kichererbsenmehl oder innovativen pflanzlichen Ei-Alternativen aus dem Supermarkt kreieren. Hier findest du Raffaelas liebste Rezepte für vegane Eier:

🍳 Die Milde Veganerin veganes Rührei
🥚 Die Milde Veganerin veganes Omelette

 

Fazit

Hühner sind keine Ressourcen, ihre Eier sind keine Waren! Aus diesem Grund essen Veganer Eier nicht - auch dann nicht, wenn sie vom scheinbar schnuckeligen Hinterhof kommen. Hühner retten ist, wie bei Haustieren allgemein, grundsätzlich nobel, sofern es mit der Absicht geschieht, ihnen ein möglichst zufriedenes und langes Leben unter Berücksichtigung ihrer Interessen zu bieten. Indem man den Hühnern ihre Eier wegnimmt, geht man stets potenzielle Kompromisse in Hinblick auf ihre Interessen ein und das ist ungerecht.

Beim Veganismus geht es darum, anders auf nicht-menschliche Tiere zu blicken, als wir es wahrscheinlich gelernt haben: Sie sind mit uns da, nicht für uns. Sie sind empfindungsfähige Wesen mit eigenen Interessen und der Wert ihres Lebens existiert unabhängig von ihrem Nutzen für uns Menschen. Der Kükenschredder stand nicht von heute auf morgen. Unsere Vorfahren entdeckten, dass sie Hühnereier nutzen können und wollten dies auf immer größerem Maßstab tun. So wurden Hühner in den Augen des Menschen zu bloßen Produktionsstätten und genau das gilt es konsequent zu durchbrechen!

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Sind Feigen vegan? 🤔

Angelegt am: 06.10.2025
Zuletzt bearbeitet am: 06.10.2025

Viele stellen sich die Frage, ob Feigen vegan sind. Zwar handelt es sich um ein pflanzliches Lebensmittel - bei einer oberflächlichen Recherche stößt man jedoch schnell auf die Aussage, dass Feigen nicht vegan seien, da sie von Wespen bestäubt werden, die in der Feige sterben.
Dieser Gedanke ist jedoch nicht zu Ende gedacht: Wer sich mit der Frage “Was ist vegan?” befasst, wird schnell feststellen, dass Veganismus keine Ernährungsform, sondern eine Lebensweise ist, bei der man Tiermissbrauch ablehnt. In erster Linie ist also nicht entscheidend, ob ein Tier während der Produktionskette zu Tode gekommen ist, sondern, ob es missbraucht wurde, also ob eine Verletzung der Interessen stattgefunden hat. 

Somit ist die Thematik etwas vielschichtiger. Zur Klärung sehen wir uns zuerst einmal an, welche Feigensorten es grundsätzlich gibt: 

  • Selbstbefruchtende Sorten reifen ohne Feigen-Wespen. Sie machen einen Großteil des Marktes aus und kommen in unseren Breitengraden hauptsächlich vor.
  • V. a. Feigensorten aus südlichen Regionen (Türkei, Spanien, Griechenland, …) sowie Bocksfeigen brauchen die Bestäubung durch Wespen. Die Wespe möchte ihre Eier in die Blüte legen, kommt durch die kleine Öffnung nicht wieder heraus, stirbt in der Blüte und ihr Körper wird dort vollständig abgebaut. 

Bei nicht selbstbefruchtenden Feigensorten brauchen Baum und Bestäuber einander: Die entsprechenden Feigen brauchen Wespen, um heranwachsen zu können. Die meisten Feigenwespen sind wiederum auf Feigenbäume angewiesen, um ihre Eier dort ablegen zu können und nicht auszusterben. Einzelne Tiere leben ca. 48 Stunden und vollziehen während dieser Lebensdauer die Bestäubung. Sie gehen aus Instinkt in die Feige und werden nicht dazu gezwungen, extra gezüchtet o.Ä.
Das Zusammenspiel zwischen Feigenbäumen und Feigenwespen kann also als Symbiose betrachtet werden, die zwar den Tod der Wespe einschließt, aber unabhängig von menschlichen, missbräuchlichen Eingriffen stattfindet:

Die Frage “Sind Feigen vegan?” lässt sich daher mit Ja beantworten. Wer dennoch keine Feigen essen will, in denen eine Wespe gestorben ist, sollte zu selbstfruchtenden Sorten wie “Brown Turkey” oder “Ronde de Bordeaux” greifen. 

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Ist Kokos vegan? 🥥

Angelegt am: 01.12.2025
Zuletzt bearbeitet am: 01.12.2025

Diese Frage wirkt wahrscheinlich für viele erstmal komisch - immerhin ist die Kokosnuss eine Pflanze. Aber wie so oft lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Keine Sorge, wir erklären dir, worauf du achten musst 🤝


Was bedeutet vegan - und warum ist das für Kokos relevant?

Veganismus ist eine Position, die darauf abzielt, Tiermissbrauch - so weit wie möglich und umsetzbar - zu vermeiden. Es geht also darum, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen, sobald praktikable Alternativen vorhanden sind. 
Genau an dieser Stelle kommt Kokos ins Spiel. Denn die Frage, ob Kokos vegan ist, dreht sich nicht um die Frucht selbst, sondern um die Produktionsbedingungen.


Der Kern der Debatte: Werden in der Kokosnussernte Affen eingesetzt?

Was viele nicht wissen: In einigen Regionen Thailands werden für die Kokosernte Affen eingesetzt. Die Tiere werden dafür entweder aus der Wildnis gefangen oder als Jungtiere verkauft und anschließend mittels strengem Drill auf das Lösen der Kokosnüsse trainiert. Beim Abrichten ("Training") wird der Affe an einer Leine oder Kette fixiert, muss auf Befehle oder Ziehen an der Leine reagieren und lernen, Kokosnüsse zu drehen, bis sie sich vom Stiel lösen. Das Abrichten kann Wochen bis Monate dauern, häufig mit harten Maßnahmen, um Gehorsam zu erzwingen.
Sobald ein Affe als “arbeitsfähig” gilt, muss er oft hunderte Früchte pro Tag ernten. Abseits der Arbeit leben viele der Tiere ebenfalls angekettet und haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich zu bewegen oder miteinander Kontakt aufzunehmen.

Dieses grausame Vorgehen wird zunehmend international kritisiert und daher nicht mehr überall in Thailand praktiziert.
Wichtig ist auch: Die Mehrheit der globalen Kokosproduktion kommt aus Ländern wie Sri Lanka, Indonesien oder den Philippinen, wo traditionell keine Affen eingesetzt werden.


Affen bei der Kokosernte


Also - ist Kokosnuss vegan?

Da die Affenernte traditionell nur in Thailand stattfindet, sind die meisten Kokosprodukte vegan. Allerdings sind die Herkunft und die Ausnahmen häufig schwer bis gar nicht zu erkennen: Was in Ländern außerhalb Thailands im Einzelfall wirklich passiert, ist nicht vollständig transparent - ebenso wenig wie tatsächliche Lieferketten. Selbst, wenn du beim Hersteller nach der Herkunft fragst, ist nicht auszuschließen, dass sich der Zulieferer bei der nächsten Charge ändert. 

Erschwerend kommt hinzu: Es geht nicht nur um reine Kokosprodukte wie vegane Kokosmilch, denn Kokos kommt in allen möglichen Zusammensetzungen vor - vom Kokosjoghurt über Müslis bis hin zu Keksen uvm. Spätestens bei Kokos als nicht offensichtliche Zutat in Restaurant-Gerichten oder als Inhaltsstoff in Kosmetik ist es mit der Transparenz meist endgültig vorbei. Nachfragen ist zwar immer gut und mit Kokos, die nicht aus Thailand kommt, bist du meist besser aufgestellt - eine endgültige Garantie hast du jedoch (fast) nie. 

🤫 Wir haben recherchiert: Bei Rewe Bio können wir eine Ernte durch Affen ausschließen (keine Werbung).

 

Fazit und Handlungsempfehlung

Wenn du vegane Kokosprodukte suchst, kannst du wie folgt vorgehen: 

  1. Prüfe das Herkunkftsland: Auf einigen Lebensmitteln ist das Herkunftsland vermerkt. Länder außerhalb Thailands sind normalerweise sichere Regionen.

  2. Recherchiere online: Bei vielen Produkten gibt es im Internet Angaben zur Herkunft oder auch Herstellerangaben und Wertestatements auf der Website.

  3. Kontaktiere den Hersteller: Das ist eine gute Option, wenn du das Produkt nicht sofort brauchst.

  4. Greif bei Unsicherheiten zur Alternative: In vielen Fällen ist Kokos durch Hafer, Mandel, Cashew oder Soja ersetzbar. So kannst du beispielsweise statt Kokosmilch pflanzliche Sahne verwenden. 

👉 Wichtig: Kokosfette bestehen zu über 80 % aus gesättigten Fettsäuren. Ernährungsphysiologisch sind sie damit keine gute Wahl – unabhängig von der Ethik. Für Gesundheit und Herz-Kreislauf empfehlen wir deshalb Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren (z. B. Raps, Olive) oder andere pflanzliche Alternativen.

 

Beispiele: Vegane Kokosprodukte, die nicht aus Thailand kommen (keine Werbung) 🥥✅


Vegane Kokosmilch, erhältlich bei Rewe


Vegane Kokosmilch, erhältlich bei Müller/Rossmann/Bioläden 


Vegane Kokosraspeln, erhältlich bei Amazon/Kaufland 


Veganer Kokosjoghurt, erhältlich bei Rewe

Wenn du kein Herkunftsland finden kannst und es keine passende Alternative gibt, stell dir die Frage: Brauche ich das Produkt gerade wirklich? Falls nicht, kannst du es einfach nicht kaufen. Wie beschrieben ist die Transparenz bzgl. Lieferketten ohnehin oft gering, sodass das Vermeiden von Kokosprodukten die konsequenteste und teilweise auch einfachere Lösung ist.
Falls du das Produkt wirklich brauchst, kannst du es im Rahmen des praktikablen Veganismus trotzdem kaufen. Du hast dein Bestes gegeben und handelst nach wie vor im Sinne des Prinzips, Tiermissbrauch so weit wie umsetzbar zu vermeiden.

Abschließend ist uns wichtig zu betonen, dass selbst langjährige Veganer immer wieder neue Abgründe des Tiermissbrauchs entdecken. In einer nicht veganen Welt ist es unmöglich, Stolperfallen voll und ganz zu vermeiden. Verrenne dich daher nicht in Details, sondern gib dein Bestes und mach weiter. Ansonsten bleiben wir als Bewegung stehen und genau das möchte die Gegenseite. Lass uns gemeinsam zeigen, dass Dilemmata, die ins Detaillierte und Undurchsichtige gehen, wie das Kokos-Thema, noch lange keine Rechtfertigung sind, weiterhin Schlachthäuser zu bauen. NICHT VEGAN SEIN IST NICHT OK - und das bleibt auch so.

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Sind Avocados vegan? 🥑

Angelegt am: 09.12.2025
Zuletzt bearbeitet am: 09.12.2025

Die Frage klingt simpel, aber sie löst immer wieder Debatten aus. Offensichtlich sind Avocados rein pflanzlich. Trotzdem taucht der Vorwurf regelmäßig auf, sie seien “eigentlich nicht vegan”. Der Kern dieser Diskussion hat nicht direkt mit der Frucht zu tun, sondern mit den Produktionsbedingungen.


Veganismus Definition und Avocados

Zunächst sollten wir uns einmal damit befassen, was Veganismus ist (und nicht ist). Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen ohne Missbrauch anderer Tiere leben sollen.

Vegan sein bedeutet also nicht, nur pflanzliche Lebensmittel zu essen - es bedeutet, (so weit wie praktisch durchführbar) alle Formen von Tiermissbrauch abzulehnen. Vegane Ernährung ist somit nur ein Teil der veganen Lebensweise und auch bei Produkten, die an sich pflanzlich sind, kann Tiermissbrauch in der Herstellung stattgefunden haben. Ein einleuchtendes Beispiel sind Kokosnüsse, die in einigen Regionen Thailands von Affen geerntet werden. 

Disclaimer: Nachhaltigkeit

Avocados werden auch in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen kritisiert. Auf diese Kritik gehen wir hier aber erst gegen Ende ein, weil man nicht für die Umwelt vegan ist, sondern wegen der Tiere. Veganismus als Gerechtigkeitsbewegung für die Befreiung der Tiere aus ihrer Sklaverei hat nichts mit Umweltaspekten zu tun. 

Hier kannst du dich zum Wasserverbrauch und CO2-Fußabdruck von Avocados im Vergleich mit anderen (auch tierischen) Produkten informieren.


Woher die Avocado-Kontroverse wirklich stammt

Um die Debatte, ob Avocados vegan sind, nachzuvollziehen, müssen wir einen Blick auf die Anbaugebiete werfen. Die beliebte Frucht braucht viel Wärme und Licht und wird daher vor allem in Ländern wie den USA, Peru und Chile angebaut. Die Avocado-Plantagen dort sind riesig und werden oft unter intensiven Bedingungen betrieben.
Ein potenziell kritischer Faktor ist dabei die Bestäubung. Avocadobäume sind überwiegend auf Fremdbestäubung, u. a. durch Bienen, angewiesen. Da in einigen Regionen natürliche Bestäuber fehlen, setzen die Produzenten auf Wanderbienen, die gezielt in großen Mengen herangeschafft und für wenige Wochen “gemietet” werden.

Diese Wanderbienen werden zum Zweck der Bestäubung in Massen über weite Strecken transportiert und sind dadurch erheblichem Stress ausgesetzt. Um zu verhindern, dass sich Krankheiten verbreiten, werden befallene Bienenvölker teilweise getötet und verbrannt. 


Widerspruch zum veganen Gedanken?

Aus rein sachlicher Sicht ist zunächst einmal anzumerken: Die Wanderimkerei betrifft Avocados, aber nicht exklusiv. Die Nutzung von Wanderbienen ist weder neu noch ein spezifisches Avocado-Phänomen. Ähnliche Formen der Bestäubung finden auch für Mandeln, Äpfel, Birnen, Heidelbeeren, Kiwis, Zucchinis und weitere Früchte statt. Es lässt sich nicht sagen, dass eine einzelne dieser Kulturen per se ethisch verwerflicher ist als die anderen. Genau deshalb wäre es verkürzt, nur die Avocado herauszugreifen und moralisch zu brandmarken.

Die zahlreichen Beispiele machen jedoch deutlich, wie stark die moderne Landwirtschaft auf die Bestäubungsleistungen der Imkerei angewiesen ist. Folglich handelt es sich um ein strukturelles Problem der industriellen Landwirtschaft im Allgemeinen.

Zwar kann die Wanderimkerei als ethisch verwerflich betrachtet werden - das bedeutet aber nicht automatisch, dass Avocado nicht vegan ist. Vielmehr ist hier eine Praktikabilitäts-Grenze innerhalb einer nicht veganen Welt erreicht. Die eigentliche Frage lautet also nicht: “Ist Avocado vegan?”, sondern: “Wie sinnvoll ist ein System, das auf eine solche Form von Bestäubung angewiesen ist?”. Solange keine kritische Masse erreicht ist, die ein System mit neuen, missbrauchsfreien Lösungen anstrebt, ist es praktisch nicht durchführbar, alle Produkte zu boykottieren, für die möglicherweise Wanderimkerei durchgeführt wurde - zumal die Lieferketten sehr undurchsichtig sind. 

 

Was du beachten kannst

Sind Avocados vegan FAQ

Leider gibt es keine zuverlässige Methode, um Wanderimkerei im Produktionsprozess auszuschließen. Es existieren weder bestimmte Herkunftsorte noch Siegel, die abschließende Sicherheit geben können. Um das Risiko im Hinblick auf Avocados zu minimieren, kannst du folgendes tun: 

  1. Vermeide Avocados aus Kalifornien, Peru und Chile - dort ist großflächige Wanderimkerei weit verbreitet und strukturell verankert.

  2. In Mexiko, dem weltweit größten Avocado-Produzenten, ist der Einsatz von Wanderimkerei im Vergleich zu Kalifornien, Chile und Peru deutlich weniger verbreitet, weil die dortigen Anbaugebiete aufgrund ihres Klimas und ihrer natürlichen Bestäuberpopulationen bislang in weiten Teilen ohne großflächig zugewanderte Bienenvölker auskommen. Allerdings bestehen dort andere Probleme - so gibt es dokumentierte Verstrickungen von Drogenkartellen in Anbau, Schutzgelderpressung und Landraub.

  3. Oft sind europäische Avocados (kommen meist aus Spanien) die beste Wahl, weil die strukturellen Bedingungen weniger auf Wanderimkerei angewiesen sind. Das ist kein perfektes System, aber ein klarer Vorteil gegenüber Kalifornien oder großflächigen Plantagen in Lateinamerika. Selbiges gilt übrigens auch für kalifornische vs. europäische Mandeln.
    Zudem können in Europa fairere Arbeitsbedingungen nach EU-Recht zum Tragen kommen und Mafia-Strukturen können ausgeschlossen werden. Auch sind die Lieferwege deutlich kürzer.

  4. Frage beim Händler nach, ob Wanderimkerei betrieben wird (z. B. per Mail) 📧


Fazit

Die Diskussion, ob Avocado vegan ist, entsteht, weil der Anbau teilweise auf Wanderbienen setzt. Die damit verbundenen Praktiken werfen berechtigte Kritik auf, die jedoch realistisch betrachtet nicht dieses Lebensmittel allein betrifft. Innerhalb der aktuell bestehenden Praktikabilitäts-Grenzen können Avocados somit als vegan gelten ✅ Sie werfen aber nach wie vor aufgrund von Anbaumethoden, Wasserverbrauch und Umweltauswirkungen (Transport) ethische Fragen auf.

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Ressourcen für Kinder? 👼

Angelegt am: 11.11.2025
Zuletzt bearbeitet am: 23.02.2026

Ressourcen, mit denen du Kinder über Veganismus aufklären kannst, findest u. a. bei Team Tierheit. Daneben können verschiedene Medien helfen, Kindern Mitgefühl für andere Tiere nahezubringen:

➡️ Kinderbücher wie beispielsweise das Malbuch "Tiere und ihre Gefühle" 🎨



➡️ Außerdem können die Kleinsten spielend einfach Tiere als empfindungsfähige Wesen kennenlernen - zum Beispiel mit dem veganen Memo-Spiel 😇 Die Macher klären unter vegane_spiele auch auf Instagram auf. 



➡️ Bei Fragen rund um die Themen Ernährung und Supplemente für Kinder und Schwangere empfehlen wir dir Dr. Carolin Wiedmann

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Was ist Resilienz und wie bleibe ich als Veganer mental gesund? 🤔💭

Angelegt am: 22.01.2026
Zuletzt bearbeitet am: 22.01.2026

Du lebst vegan und es fällt dir teilweise schwer auszuhalten, dass die meisten anderen Menschen es nicht tun?
Wir kennen dieses Gefühl - es nennt sich VYSTOPIE: Vystopie (engl. Vystopia) beschreibt den existenziellen Schmerz, den viele Veganer empfinden, weil sie in einer nicht-veganen Welt leben, die sie als dystopisch und erdrückend wahrnehmen, was zu Gefühlen der Trauer, Ohnmacht und Isolation führen kann. Ganz wichtig: Du bist damit nicht allein! Aber du kannst lernen, damit resilient umzugehen.


Was bedeutet Resilienz?

Resilienz - Definition: Resilienz bedeutet, auch unter belastenden Umständen emotional stabil und handlungsfähig zu bleiben. Wir geben dir unsere besten Tipps, um Ohnmacht und Dauerfrust zu überwinden.

Tipp #1: Komm ins Machen

Wut und Trauer sind logische Folgen bei all dem, was du siehst - die entscheidende Frage ist jedoch, was du daraus machst. Statt im veganen Weltschmerz zu versinken, kannst du einen gesunden Umgang mit Vystopie finden und deinen Gefühlen mit effektivem Tierrechtsaktivismus Richtung und Sinn verleihen. So reduzierst du Ohnmachtsgefühle und schaffst das Selbstvertrauen, etwas verändern zu können.
Unter WIE-AKTIV.DE haben wir alles rund ums Thema Aktiv für die Tiere werden für dich zusammengefasst. Zudem stellen wir passende Ressourcen wie Plakate und Flyer zum DOWNLOAD zur Verfügung. 

Tipp #2: Setze realistische Erwartungen

Die Veganisierung der Welt passiert nicht im Alleingang, sondern sie ist eine Teamaufgabe. Befreie dich von dem Gedanken, die gesamte Verantwortung liege auf deinen Schultern.
Außerdem ist nicht jeder erreichbar und das Gute ist, dass wir auch gar nicht jeden überzeugen müssen: Eine kleine, aber entschlossene Minderheit reicht schon aus. Gerechtigkeitsbewegungen wie die Frauenrechtsbewegung oder antirassistische Bürgerrechtsbewegungen sind historisch fast nie aus der Mitte der Macht entstanden, sondern aus anhaltendem Druck engagierter Minderheiten, die Missstände klar benannt und konsequent öffentlich gemacht haben. Entscheidend war dabei nicht ein einzelner Moment, sondern die Kombination aus Ausdauer, strategischer Organisation und der Fähigkeit, gesellschaftliche Normen schrittweise zu verschieben. Gewonnen haben diese Bewegungen dann, wenn ihre Forderungen so lange rational, sichtbar und unausweichlich wurden, bis Widerstand schwieriger war als Veränderung.

Tipp #3: Plane Pausen ohne Schuldgefühl ein

Resilienz bedeutet auch, rechtzeitig herunterzufahren. Speziesismus (Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit) ist die am längsten andauernde Unterdrückungsform jemals und ihre Abschaffung ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Das bedeutet, die Tiere brauchen dich möglichst lang. Daueraktivismus ohne Pausen führt langfristig nicht zu mehr Impact, sondern erhöht vor allem das Risiko des Ausfalls.

Tipp #4: Erlaube dir, zu lachen

Das klingt banal, ist aber sehr wichtig: Es ist in Ordnung und tut gut, zwischendurch zu lachen und Blödsinn zu reden. Zwischen veganem Weltschmerz und Anstrengung darf und soll Platz für Leichtigkeit sein. Lachen und Albernheit sind kein Verrat an der Sache, sondern ein Mittel, um psychisch handlungsfähig zu bleiben. Wer sich diese Momente erlaubt, schützt nicht nur sich selbst, sondern schafft häufig auch Zugänge für andere, die durch reine Schwere nie erreicht worden wären.

Tipp #5: Fokus statt Dauerempörung

Es gibt fast täglich neue Themen, über die man sich aufregen könnte. Wer versucht, auf alles gleichzeitig zu reagieren, verzettelt sich und verliert Fokus und Wirksamkeit. Wähle deine Kämpfe weise, konzentriere dich auf das Wesentliche und setze deine Ressourcen dort ein, wo sie den größten Hebel haben. Nicht jedes Thema braucht deine Aufmerksamkeit, setze deine Energie bewusst ein - das ist Voraussetzung für nachhaltigen Impact.

Tipp #6: Such dir eine vegane Community

Der Austausch mit Gleichgesinnten stabilisiert emotional und verhindert, dass man sich isoliert oder ausbrennt. Gemeinsame Reflexion, gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit erhöhen nicht nur die mentale Widerstandskraft, sondern verstärken oft auch den Aktivismus.
Andere vegane Menschen kannst du beispielsweise auf den Discord-Servern selbst.kritisch.vegan oder Richtig! Laut! Vegan! kennenlernen 🤝

 

Die 7 Säulen der Resilienz 

Die 7 Säulen der Resilienz vegan

In der Psychologie spricht man von den 7 Säulen der Resilienz. Wir erklären dir, was damit gemeint ist und wie diese Punkte zu unseren vorherigen Tipps passen:

  1. Selbstwirksamkeit: Durch gezielten Tierrechtsaktivismus können wir das Gefühl stärken, nicht ohnmächtig zu sein, sondern aktiv Einfluss nehmen zu können.

  2. Lösungsorientierung: Statt uns zurückzuziehen, sollten wir uns konkrete Handlungsschritte überlegen. Dabei möchten wir dir mit diesem Beitrag und Ressourcen wie WIE-AKTIV.DE helfen.

  3. Optimismus: Historische Beispiele von anderen Gerechtigkeitsbewegungen zeigen, dass Wandel möglich ist - auch gegen massive Widerstände. Das motiviert uns, die Hoffnung nicht aufzugeben.

  4. Akzeptanz: Zu akzeptieren, dass wir aktuell in einer nicht-veganen Welt leben und nicht alle Menschen erreichen können, entlastet uns währenddessen und verhindert unrealistische Ansprüche an uns selbst.

  5. Verantwortung übernehmen: Hier ist nicht gemeint, dass du alles allein tragen musst. Vielmehr hilft es, den eigenen Einfluss realistisch einzuordnen und die Stimme für die Tiere zu erheben, anstatt sich zu Hause zu verkriechen. Zugleich bedeutet es aber auch, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen und dir Pausen zu erlauben.

  6. Netzwerkorientierung: Resilienz entsteht nicht nur individuell, sondern auch sozial. Deshalb haben wir den wichtigen Hinweis eingebaut, dich einer veganen Gruppe von Gleichgesinnten anzuschließen 😊

  7. Zukunftsplanung: Der Marathon-Gedanke macht deutlich, dass langfristige Handlungsfähigkeit wichtiger ist als kurzfristige Überforderung.

 

Fazit

Resilienz zu bewahren in einer nicht-veganen Welt ist nicht immer leicht, und du musst das auch nicht perfekt können. Du darfst Schritt für Schritt gehen, auch mal lachen und dir Unterstützung holen, ohne damit der Sache zu schaden. Indem du aktiv wirst, Pausen zulässt, deinen Fokus klar setzt und dich mit anderen verbindest, bleibst du langfristig handlungsfähig und darauf kommt es an. Wenn du dabei gut für dich sorgst, bleibst du länger dran - genau das brauchen die Tiere am meisten 💚

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