Woher bekommen Veganer Calcium?

Angelegt am: 27.05.2026
Zuletzt bearbeitet am: 27.05.2026

Veganer können ihren Calciumbedarf auch ohne Milchprodukte decken - etwa mit grünem Gemüse, calciumhaltigem Tofu, angereicherten Pflanzendrinks und calciumreichem Mineralwasser. Entscheidend ist nicht Milch, sondern die ausreichende Gesamtzufuhr. 


Die besten veganen Calciumquellen

Vegan lebende Menschen können ihren Bedarf über calciumreiche pflanzliche Lebensmittel und angereicherte Produkte decken. Zu den besten veganen Calciumquellen gehören:


1. Grünes Gemüse als vegane Calciumquelle

Besonders gute Lieferanten sind hier:

  • Grünkohl
  • Pak Choi
  • Brokkoli


2. Tofu mit Calciumsulfat

Wie du in unserem NÄHRSTOFF-GUIDE nachlesen kannst, enthält Tofu durch das verwendete Gerinnungsmittel wie Calciumsulfat oder Calciumchlorid oft relevante Mengen Calcium. Je nach Herstellungsverfahren liegt der Calciumgehalt typischerweise bei etwa 150 bis 300 mg pro 100g. 


3. Angereicherte Pflanzendrinks und Pflanzenjoghurt 

Diese Produkte enthalten häufig zugesetztes Calcium und erreichen dadurch oft ähnliche Calciumwerte wie Kuhmilch. Besonders Sojadrinks oder Sojajoghurt mit Calcium können eine einfache Möglichkeit sein, die Calciumzufuhr im Alltag zu unterstützen.


4. Calciumreiches Mineralwasser

Viele Sorten enthalten über 300 mg Calcium pro Liter - manche sogar deutlich mehr. Das kann einen relevanten Beitrag zur Versorgung leisten.

→ Konkrete Tipps findest du in unserem NÄHRSTOFF-GUIDE.


Können Veganer genug Calcium bekommen?

Ja, große Ernährungsgesellschaften halten eine gut geplante vegane Ernährung auch hinsichtlich Calcium für möglich. Neben den bereits genannten veganen Calciumquellen eignen sich auch Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Samen.

Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt bei ca. 1000 mg Calcium pro Tag. Hier eine Übersicht über vegane Lebensmittel und ihren Calciumgehalt:

Lebensmittel

Calciumgehalt pro 100 g / ml

Grünkohl

ca. 150 mg

Pak Choi

ca. 105 mg

Brokkoli

ca. 47 mg

Tofu (mit Calciumsulfat)

ca. 150-300 mg

Angereicherter Pflanzendrink

ca. 120 mg

Angereicherter Pflanzenjoghurt

ca. 120 mg

Calciumreiches Mineralwasser

ab ca. 30 mg 

Eine zusätzliche Supplementierung wird bei Calcium nur dann empfohlen, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht - das gilt sowohl für mischköstliche als auch für pflanzliche Ernährung.


Wird pflanzliches Calcium schlechter aufgenommen?

Obwohl Calcium auch in vielen veganen Lebensmitteln steckt, wird häufig behauptet, Calcium aus Pflanzen habe eine schlechtere Bioverfügbarkeit. Das stimmt so pauschal nicht. Die Aufnahme hängt stark vom jeweiligen Lebensmittel ab. Viele der bisher genannten veganen Calciumquellen (etwa Grünkohl, Pak Choi oder angereicherte Produkte) haben sogar eine sehr gute Bioverfügbarkeit. Andere Quellen wie zum Beispiel Spinat enthalten Stoffe wie Oxalate, die die Aufnahme etwas reduzieren können.

Tipps, die die Calciumaufnahme verbessern können:

  • Abwechslungsreiche Quellen
  • Kombination mit Vitamin D (über Sonnenlicht + ggf. Supplemente)
  • Ausreichende Kalorien- und Proteinversorgung
  • Kochen bestimmter Lebensmittel (z.B. Spinat) zur Reduktion von Oxalaten


Sind Milchprodukte für starke Knochen notwendig?

Milchprodukte enthalten zwar viel Calcium, daraus folgt aber nicht automatisch, dass sie notwendig sind. Für die Knochengesundheit spielen viele Faktoren eine Rolle, u.a. Bewegung und Krafttraining, Vitamin D und Lebensstilfaktoren wie Rauchen und Alkohol. Die Vorstellung, starke Knochen seien nur mit Milch möglich, ist wissenschaftlich zu simpel.

Der Zusammenhang zwischen Milch und Calcium wurde jahrzehntelang extrem stark vermarktet. Dadurch entstand bei vielen Menschen der Eindruck, Milch sei alternativlos für starke Knochen. Allerdings ist Calcium kein tierischer Stoff, sondern ein Mineralstoff. Kühe produzieren Calcium nicht selbst, sondern nehmen es über die Nahrung auf. 

Entgegen dem Mythos ist deshalb nicht entscheidend, woher das Calcium kommt, sondern:

  • wie viel insgesamt aufgenommen wird
  • wie gut die Aufnahme funktioniert
  • und wie die restliche Ernährung aussieht.

Milchprodukte sind deshalb keine magische oder alternativlose Calciumquelle. 


Fazit - Calcium vegan decken ist gut möglich

Die Behauptung, Veganer könnten ihren Calciumbedarf nicht decken, lässt sich wissenschaftlich nicht bestätigen. Calcium steckt neben Milchprodukten auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln wie grünem Gemüse, Tofu, Pflanzendrinks oder Mineralwasser. Entscheidend ist eine sinnvoll geplante Ernährung - nicht der Konsum von Milch. 

Hinzu kommt die ethische Perspektive: Wenn man bedenkt, dass für Milch Tiere missbraucht werden und es funktionierende vegane Alternativen gibt, ist es nicht verantwortungsvoll, Milchprodukte wegen Calcium zu empfehlen. Auf Wie-Vegan.Com nehmen wir dich beim Umstieg an die Hand.

➡️ Teile unsere Antwort:

BEWIRB DICH JETZT!

Unterstütze uns

Gemeinsam wollen wir NVSINO zur ultimativen Tierrechtsplattform im deutschen Sprachraum machen. Da der Shop selbst aktuell noch keine Einnahmen erzielt, wird unsere Arbeit aus Raffaelas und Tobis persönlichen Social-Media-Einnahmen finanziert.

Du feierst, was wir tun? Dann freuen wir uns riesig, wenn du uns auf Paypal unterstützt 💚 Jeder Euro fließt in unser Ziel, einen möglichst großen Impact für Tierrechte in dieser Generation zu haben!

Was wir möglich machen

Jeden Monat erreichen wir gemeinsam über 30 Millionen Menschen - und es werden täglich mehr 📈
30 Millionen Menschen, die unsere Videos sehen, ins Nachdenken kommen und beginnen, Tierrechte und Veganismus verstehen.
Unsere Botschaft ist nicht zu übersehen - und sie bewegt die Massen ✊

Und wofür das alles?

Unser Einsatz wirkt 🔥
Wir haben bereits Zehntausende Nachrichten von Menschen erhalten, die durch unseren Content vegan geworden sind - und jeden Tag kommen neue dazu.
Die Veränderung ist real. Die Stimmen sprechen für sich. Hier ein paar besonders einprägsame Beispiele: