Protein-Guide — vegane Proteinquellen für den Alltag

Hinweis: Die folgenden Empfehlungen ersetzen keine individuelle ernährungswissenschaftliche Beratung. Besonders bei Extremsport, Schwangerschaft, vorbestehenden Mängeln, Allergien, Darmerkrankungen oder Essstörungen soll medizinischer Rat hinzugezogen werden.

Dieser Guide wird für dich bereitgestellt von Die Militante Veganerin & Der Veganist 🤝

Protein-Guide von Die Militante Veganerin und Der Veganist

Vorwort

‼️ Veganismus ist keine Ernährungsweise, sondern eine moralische Entscheidung gegen den Missbrauch von Tieren als Lebensmittel, Kleidung, Unterhaltung, Testobjekte oder sonstige Konsumgüter.

Es gibt spezialisierte Ernährungsberater, bei denen du über unsere Infos hinaus eine Spezialsprechstunde für multiple Allergien, Kurzdarmsyndrom, CED, Colitis ulcerosa oder Extrembelastungen (z. B. Sport) vereinbaren kannst.

💡 Unsere Empfehlungen fundieren auf aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und unseren persönlichen Erfahrungen im Alltag und bilden eine für Laien geeignete Basis für eine leicht umsetzbare, vernünftige vegane Ernährung.

✅ Die gesamte Studienlage bzgl. Sicherheit und potenziell kritischen Engpässen findet ihr im liebevoll aufgearbeiteten Studien-Dokument.


Einstieg — Fundamente & Richtwerte

Update nach Leitlinien — 31.12.2025

Praktisch empfohlene Proteinaufnahme (BMI < 30)

Für sportlich inaktive Veganer
(Alltagsbewegung, kein oder nur sehr geringer Sport)
→ ca. 1,2–1,6 g Protein pro kg Körpergewicht

Beispiel: 175 cm, 70 kg, kaum Sport

  • Untere Grenze: 70 × 1,2 = 84 g Protein / Tag
  • Obere Grenze: 70 × 1,6 = 112 g Protein / Tag

→ ≈ 85–112 g Protein / Tag

Für sportlich aktive Veganer
(regelmäßiger, intensiver Kraftsport, ggf. zusätzlich Ausdauertraining)
→ ca. 1,6–2,0 g Protein pro kg Körpergewicht

Beispiel: 175 cm, 70 kg, intensives Kraft- und Ausdauertraining

  • Untere Grenze: 70 × 1,6 = 112 g Protein / Tag
  • Obere Grenze: 70 × 2,0 = 140 g Protein / Tag

→ ≈ 112–140 g Protein / Tag

Erklärung: Pflanzliche Proteinquellen können, je nach Quelle und Verarbeitung, eine geringere Verdaulichkeit und teilweise niedrigere Verfügbarkeit einzelner essentieller Aminosäuren aufweisen als hochverdauliche tierische Referenzproteine. Gründe hierfür sind u. a. pflanzliche Zellstrukturen und antinutritive Begleitstoffe, die die Proteinverdauung und Aminosäureabsorption beeinflussen können. Dies bedeutet keine Unterlegenheit pflanzlicher Proteine, sondern erklärt, warum bei einer rein pflanzlichen Ernährung etwas höhere Proteinzufuhrbereiche sinnvoll sein können, um eine vergleichbar effektive Aminosäureverfügbarkeit zu erreichen. Daher ist es praxisnah, als Veganer:in eher im oberen Bereich der empfohlenen Spannen zu bleiben, vor allem bei sportlicher Aktivität, Kaloriendefizit oder hoher Trainingsfrequenz.

ℹ️ Mehr Informationen zur aktuellen Leitlinie für Proteinaufnahme sowie Studien zu Trainingsdaten findest du übersichtlich aufgearbeitet im Studiendokument.

✅ Erste Daumenregel für einen gesunden BMI

Um die täglich empfohlene Fettzufuhr und damit Kalorienzufuhr nicht zu überschreiten, hat sich für uns durch persönliche Erfahrungen die Daumenregel etabliert, dass der Fettgehalt der Proteinquellen, Snacks und Aufstriche nie über 13 g/100 g liegt, idealerweise unter 10 g/100 g. Zusätzlich schauen wir, dass der Fettgehalt nicht über dem Proteingehalt liegt.

→ Beispiel: Hummus wird von vielen Veganern als proteinreicher Go-To-Snack verstanden. Die meisten fertigen Hummus haben allerdings über 22 g Fett/100 g und nur ca. 8 g Protein! Auch Falafel werden häufig als proteinreiche vegane Menüoption angeboten — bieten dann aber wuchtige 18 g Fett für 13 g Protein.

Disclaimer zu unseren Empfehlungen, eher fettarm zu essen (Makronährstoffe: grob 60 % Kohlenhydrate, 20–25 % Proteine, 15–20 % Fett): Diese Regeln beruhen auf unserer persönlichen Vorliebe, eher hochvoluminöser statt kompakter zu essen. Wer mit liberalerer Fettzufuhr und dafür gezügelter Kohlenhydratzufuhr (grob 50 % Kohlenhydrate, 20–25 % Proteine, 25–30 % Fett) besser fährt, dem sei es gegönnt. Laut ernährungswissenschaftlicher Evidenz ist beides für einen schlanken BMI und gesunde Lebensweise möglich!

Ein Teil der hier gezeigten Produkte ist gesponsert oder über Affiliate-Links verfügbar — aber wir empfehlen nur das, was wir selbst lieben, täglich nutzen und von Herzen weitergeben können 💚


Einfache Proteinquellen zum Kochen

Sojagranulat (texturiertes Sojaprotein, TSP)

> 60 g Proteine, < 5 g Fett / 100 g trockenes Granulat

Sojagranulat ist in feiner oder grober Variante in großen Tüten erhältlich und hat unglaublicherweise bis zu 60 g Proteine/100 g (bezieht sich auf den trockenen Zustand, im eingeweichten Zustand ca. 20 g)! Soja hat ein vollständiges Aminosäureprofil und ist mittlerweile besonders als Granulat wahnsinnig günstig in jedem normalen Supermarkt und auch im DM/Rossmann erhältlich.

  • In etwas Sojasauce oder Gemüsebrühe einweichen, ausdrücken, in wenig Öl etwas anbraten und in Tomatensauce mischen für eine gute Bolognese-Alternative.
  • Bei gröberem Sojagranulat (Soja-Streifen, Stücke) ebenfalls kurz einweichen und mit z. B. Alpro Soja (Light) Sahne oder Soja- und fettarmer Kokosmilch oder Mandelmus mit Zwiebeln und Champignons zu einer „Stroganoff"-Sauce verrühren.
  • Es gibt auch süßliches texturiertes Sojaprotein in Form von Frühstücksflakes oder Soja-Crispies, die sich gut für Müsli oder Porridge eignen.
Beutel mit groben Sojaschnetzeln
Grobe Sojaschnetzel
Packung veganes Hack
Veganes Hack aus texturiertem Protein

→ Bei den jeweiligen Produktlinks handelt es sich um Beispielprodukte. Die meisten davon (mit Ausnahme von Big Steaks und Crispies) findet man in großen Supermärkten und in jedem DM/Rossmann.

Texturiertes Protein ohne Soja

> 60 g Proteine, < 5 g Fett / 100 g trockenes Granulat

Außer bei Sojaallergie gibt es keinen vernünftigen Grund, sich allgemein gegen die Aufnahme von texturiertem Sojaprotein zu stellen, besonders da Soja ein vollständiges Aminosäurenprofil bietet, sehr günstig und vielfältig ist. Dennoch möchten wir euch Alternativen oder Abwechslung mit ähnlichen Einsatzmöglichkeiten zeigen:

Grosspackung Erbsen- und Sonnenblumenhack
Erbsen- und Sonnenblumenhack, hier als Großpackung

→ Diese sojafreien Varianten von texturiertem Gemüseprotein findet man in großen Supermärkten, online, in Reformhäusern und meistens auch im DM/Rossmann!

Naturtofu, Räuchertofu und Seidentofu

Naturtofu und Räuchertofu: ca. 7 g Fett, 14 g Proteine / 100 g
Seidentofu: ca. 2,5 g Fett, 5 g Proteine / 100 g

Tofu ist ein pflanzliches Lebensmittel (normalerweise) aus Sojabohnen — auch aus Kichererbsen erhältlich. Es wird ähnlich wie Käse hergestellt: Sojamilch wird dabei zum Gerinnen gebracht, gepresst und zu Blöcken geformt. Er ist mild, vielseitig und eine beliebte Proteinquelle weltweit!

Mittlerweile gibt es Tofu in jedem Supermarkt, meist in den Variationen „Naturtofu" und „Räuchertofu". Die Hausmarken von z. B. Rewe und Edeka sind dabei recht günstig (ca. 2,50 Euro für 400 g) und bestehen aus lokal angebauten Sojabohnen. Noch günstiger und in größerer Variation kann man Tofu im Asiastore kaufen, allerdings kommen die Bohnen hierbei manchmal nicht aus Europa.

Einsatzmöglichkeiten:

  • Lässt sich auch in Scheiben gut „roh" auf Brot legen und als Sandwich mitnehmen (Brot + Tofu? BROFU! 🍞💪)
  • In diverse Saucen stückig einmischen
  • Als Streichkäse: 1:1 Natur- und Räuchertofu in einen Mixer mit KalaNamak-Salz und Hefeflocken vermischen für einen herzhaften, käsigen Streichkäse
  • Hier findest du einen veganen Döner aus Räuchertofu von Raffaela
  • Seidentofu sieht aus wie Pudding und lässt sich in vielen Rezepten (süß und herzhaft) verwenden. Er ist im Supermarkt eher teuer und im Asiamarkt unglaublich günstig. Wir lieben ihn als „Ei"-Ersatz:
    • Für veganes Rührei einen festen Naturtofu und einen Block Seidentofu mit der Gabel zerdrücken und in einer Pfanne anbraten, mit KalaNamak-Salz und Currypulver abschmecken. Mit Petersilie garnieren und auf frischem Toastbrot servieren!
    • Für veganen Eier-Reis den Reis und das Gemüse zubereiten, das vegane Rührei zubereiten und in der Pfanne mit Gemüse und Reis kross anbraten.
  • Naturtofu — ca. 7 g Fett, 14 g Proteine / 100 g
  • Räuchertofu — ca. 7 g Fett, 14 g Proteine / 100 g (Achtung, sehr salzig!)
  • Seidentofu — ca. 2,5 g Fett, 5 g Proteine / 100 g
  • Kichererbsen-Tofu als sojafreie Alternative — ca. 5 g Fett, 15 g Proteine / 100 g, erhältlich u. a. bei Rewe/Kaufland

Tempeh

ca. 11 g Fett, 19 g Proteine / 100 g

Tempeh besteht aus gepressten, fermentierten Sojabohnen und es gibt ihn mittlerweile schon in den meisten großen Supermärkten zu kaufen. Um besonders guten, günstigen Tempeh zu besorgen, empfehlen wir einen Besuch im Asiastore deines Vertrauens. Dort gibt es 400 g Tempeh-Stangen frisch oder zum Tiefkühlen für ca. 2,50 Euro.

Tempeh kann man einfach „roh" auf Brot essen, in Scheiben schneiden und im Ofen mit Paprikagewürz kross backen oder in Sojasauce einweichen und in Gemüsesaucen einrühren.

Tempeh-Packung und Raffaela beim Snacken
Tempeh lässt sich auch unterwegs gut snacken
  • Tempeh im Glas
  • Tempeh aus schwarzen Bohnen als sojafreie Alternative — erhältlich u. a. bei Alnatura, denn's, Tagwerk und Basic
FourTaste-Produktbild auf schwarzem Grund: das Logo, eine Flasche Bio-Erbsen-Tamari, vier Tempeh-Packungen in den Sorten Naked, Kräuter, Argentinische Kräuter und Scharf-würzig, ein Glas Miso aus Erbsen sowie angebratene Tempeh-Würfel. Rechts oben der Hinweis „Perfekt zum Probieren".

✨ Von FOURTASTE bekommst du mit dem Code BEVEGAN super leckeren Tempeh für -10 %. (Gesponsert, aber wirklich eine Herzensempfehlung!)

Seitan (Weizenprotein / Gluten)

ca. 2 g Fett, 75 g Proteine / 100 g

Seitan ist Weizenprotein und daher für Betroffene von Zöliakie nicht geeignet. Für die meisten Menschen ist dieses Protein allerdings unbedenklich und in der pflanzlichen Küche als fleischähnliche Substanz sehr beliebt. Man kann ihn in Asiastores, Reformhäusern und in gut sortierten großen Supermärkten als Pulver („Seitan-Basis", „Seitan-Fix") oder als pfannenfertige Masse kaufen. Mittlerweile gibt es auch bei DM ein Seitanpulver!

ℹ️ Seitan wird besonders von der Carnivoren-Szene als „schlechtes" Protein bezeichnet, da es kein vollständiges Aminosäurenprofil aufweist. Ein Apfel hat auch kein vollständiges Aminosäurenprofil, ist deswegen aber nicht ungesund. Wir gehen davon aus, dass nicht nur auf Seitan als Proteinquelle zurückgegriffen wird und dass auch Beilagen konsumiert werden. Kombiniert man beispielsweise Seitan mit Reis, ist man wieder bei einem vollständigen Aminosäureprofil. Man muss auch nicht bei jeder Speise alle Aminosäuren abdecken, sondern allgemein auf abwechslungsreiche Ernährung mit einer Auswahl an unterschiedlichen Nährstoffquellen achten.

  • Als Pulverform kann man sich durch diverse Rezepte im Internet an Burgerpattys, Rouladen oder Rostbraten probieren.
  • Alternativ gibt es beispielsweise von Koro pfannenfertigen Seitan in Stücken im Glas. Diesen einfach auspressen und mit einem Hauch Öl mit Gemüse, scharfen Gewürzen und Sojasauce in der Pfanne anbraten oder nach dem krossen Anbraten in diversen Saucen untermischen.
Beutel Weizengluten als Seitan-Basis
Weizengluten als Seitan-Basis (Pulver)
Glas mit pfannenfertigem Bio-Seitan
Pfannenfertiger Seitan im Glas

Diverse vegane „Fleischalternativen"

Mittlerweile gibt es so gut wie jede Tierleichenfleisch-Variante auch ohne Schlachthaus! Was ignorante Nicht-Veganer gerne als böses „Chemie-Fleisch" abtun, sind meistens einfach nur verarbeitete Sojabohnen, Erbsenprotein oder andere pflanzliche Proteine mit Gewürzen. Natürlich gibt es unter diesen Produkten je nach Marke und Verarbeitung gesündere und weniger gesunde Varianten. Allgemein gilt auch hier beim Einkauf: Halte dich an die Daumenregel (mehr Protein als Fett in g/100 g, idealerweise < 13 g Fett/100 g) und variiere deine Proteinquellen.

Achtung: Fertigprodukte können viel Salz mit sich bringen, wobei der Salzkonsum 3,5 g/Tag nicht überschreiten sollte (siehe Guide Tellergestaltung).

Packung veganer Kebab
Veganer Kebab
Packung veganer Döner
Veganer Döner
Packung veganer Kochschinken
Veganer Kochschinken-Aufschnitt
Packung veganer Aufschnitt Typ Hähnchen
Aufschnitt Typ Hähnchen
Packung vegane Crispies
Crispies aus Sojaprotein

Protein-Nudeln

Viele Marken setzen mittlerweile auf (meist überteuerte) Linsen- oder Erbsennudeln. Diese werden als proteinreiches Fitnessfood und Low-Carb-Alternative zu normalen Weizennudeln vermarktet. Wir möchten euch die Angst vor Carbs nehmen, aber dennoch erwähnt haben, dass es solche Nudeln gibt. Statt sie alternativ zu normalen Nudeln zu essen, kann man sie 50:50 mit Weizennudeln kombinieren. Wer eine günstigere, ebenso protein-anreichernde Variante vorzieht, kann einfach Linsen, Bohnen oder oben bereits genannte günstigere Proteinquellen mit in die Pfanne geben!

Außerdem will Tobi euch ein proteinreiches Lieblings-Maultaschen-Fundstück vorstellen:

Packung vegane Maultaschen
Tobis absoluter Liebling: vegane Maultaschen
Packung Protein-Penne
Protein-Penne, 20 g Protein je 100 g
  • Tobis absoluter Liebling — 4,8 g Fett / 17 g Proteine
  • Linsen-Pasta — 26 g Protein
  • 20 g Protein / 100 g — erhältlich bei Rewe/Edeka
  • 30 g (!) Protein / 100 g — erhältlich bei Rewe/Kaufland/Edeka

Protein-Shakes

ca. 20 g Protein pro Portion (exkl. Pflanzenmilchproteine)

Proteinshakes sind eine einfache Methode, um die Proteinaufnahme im Alltag schnell zu erhöhen. Mittlerweile hat so gut wie jede Proteinmarke auch vegane Varianten im Angebot. Wir trinken die Shakes von Nutri-Plus und zwar mit einem 1:1-Gemisch Sojamilch:Wasser.

Trinknahrung: Beispielsweise Huel und Y-Food bieten „Komplettmahlzeiten" für 500 Kalorien pro Flasche. Diese Trinkmahlzeiten sind lecker und handlich, aber leider recht fettreich (ca. > 20 g Fett pro Getränk) und machen als Mahlzeitersatz, wie sie vermarktet werden, mit nur 500 Kalorien auch wenig Sinn. Es ist empfehlenswerter, sich selbst einen Proteinshake für den Alltag mitzunehmen!

Es gibt viele Varianten und Hersteller von Proteinpulver, die unterschiedlich gute Nährstoffprofile aufweisen und auch unterschiedlich geschmacksintensiv sind. Schau dich um — du findest recht neutrales „natürliches" und auch geschmacksintensiveres Pulver! Beim Kauf beachten: Seriöse Hersteller weisen das Aminosäureprofil aus. Keine irrationale Angst vor Sojaprotein — vor allem bietet Soja nämlich ein vollständiges Aminosäureprofil, es enthält alle neun essentiellen Aminosäuren in ausgewogenem Verhältnis.

Achtung: Flüssige Kalorien zählen auch! Langsam trinken, lang im Mund behalten. Auch beim Essen nicht schlingen!

Dose veganes Proteinpulver
Die meisten großen Hersteller haben vegane Varianten

Nutri-Plus — -10% mit dem Code VEGANIST

Gesponsert, aber wirklich empfehlenswert.

Warum Protein-Shakes von Nutri-Plus?

  • ✅ Zuckerfrei und mit ideal abgestimmtem Aminosäureprofil — für echte Ergebnisse.
  • ✅ Du suchst aus: mit oder ohne Süßstoffe! Ohne Süßstoffe → perfekt fürs proteinreiche Backen mit hohen Temperaturen 🔥
  • ✅ Made in Germany, in kleinen Chargen und nach höchsten Standards (IFS & GMP).

Ethische Vorteile bei Nutri-Plus:

  • Du unterstützt ein rein veganes Unternehmen ⚖️
  • 5 % der monatlichen Umsätze fließen in Tier- und Umweltschutzorganisationen 🐷

Zubereitung: Wir bereiten 30 g Pulver mit ca. 150 ml Pflanzenmilch und 150 ml Wasser im Shaker zu.

Unsere liebsten Nutri-Plus Produkte — überall 10% mit dem Code VEGANIST:

Nutri-Plus VHEY Protein Bar
VHEY® Protein Bar
Dose Nutri-Plus Perfect Flavour Powder
Perfect Flavour Powder

➡️ Wenn du einen veganen, zuckerfreien Shake mit idealem Aminosäureprofil suchst, der dich mit hochwertigem Protein versorgt und dich satt macht, dann ist Nutri-Plus perfekt. Hol dir deine Shakes mit unserem Rabattcode VEGANIST — -10% ✅

Proteinreicheres Gemüse

In diesem Abschnitt werden Soja- und Hülsenfrüchte nicht als Gemüse aufgezählt.

✅ Zweite Daumenregel für einen gesunden BMI

Es ist für das Erreichen und Halten des Idealgewichts sowie einer ausreichenden Mikronährstoffversorgung hilfreich, zu jeder Mahlzeit darauf zu achten, dass grob die Hälfte des Tellers mit Gemüse bedeckt ist. Dieses Gemüse sollte fettarm (in Wasser, im Dampfgarer oder im Ofen) zubereitet werden.

Für einen zusätzlichen Proteinboost — neben deiner Hauptproteinquelle — hier eine Auflistung besonders proteinreicher Gemüsesorten:

Frische Austernpilze
Austernpilze, 3,3 g Protein je 100 g
  • Grünkohl — 4,3 g Protein / 100 g
  • Rosenkohl — 3,4 g Protein / 100 g
  • Austernpilze — 3,3 g Protein / 100 g
  • Brokkoli — 2,8 g Protein / 100 g

Aufgepasst: als vegane Proteinquelle nicht empfehlenswert

Hülsenfrüchte

Beispiel Kidneybohnen: 8,7 g Proteine, 0,5 g Fett / 100 g gekochte Bohnen

Es besteht der Mythos, dass Hülsenfrüchte wie Kidneybohnen, Erbsen und Kichererbsen gute vegane Proteinquellen sind. Es stimmt, dass sie im Vergleich zu Brot oder Reis etwas höhere Proteinwerte aufweisen, aber diese werden aufgrund von mehreren Mechanismen (die Zellulosehülle hemmt die Verdaulichkeit, die Säure in Hülsenfrüchten ebenfalls) weniger gut absorbiert als bereits genannte Quellen. Hülsenfrüchte können und sollen für eine gesunde Ernährung gerne konsumiert werden, aber nicht als Hauptquelle der Proteinzufuhr betrachtet werden.

Außerdem kann ein erhöhter Hülsenfruchtkonsum oder erhöhter Konsum ballaststoffreicher Kohlenhydratquellen (Naturreis, Dinkel und Ähnliches) besonders bei Menschen, die sich erst seit Kurzem pflanzlich ernähren, zu Verdauungsbeschwerden in Form von Blähungen führen. Häufig gewöhnt sich die Darmflora in wenigen Wochen an die erhöhte Ballaststoffaufnahme, aber anfängliche Beschwerden sollten niemanden davon abhalten, auf seine Proteine zu kommen!

Comic zu Hülsenfrüchten als Proteinquelle
Ein leicht überzeichnetes Bild als Merkhilfe: Hülsenfrüchte sind als Hauptproteinquelle nicht ideal

Veganer Käse

Viele Tierausbeuter decken einen Großteil ihres Proteinbedarfs durch Milchprodukte. Besonders in der Fitness-Welt ist fettarmer Käse in Varianten wie Frischkäse, Quark und Skyr sehr beliebt.

Es gibt für so gut wie jedes Milch- und Käseprodukt praktisch geschmacks- und konsistenzidente vegane Varianten. Aber (!) es folgt eine große Enttäuschung: Uns sind noch keine fettarmen, proteinreichen veganen Alternativen für diese gestohlenen Muttermilchprodukte bekannt!

Comic vor dem Regal mit veganem Käse
Vor dem Käseregal lohnt der Blick auf die Nährwerte

Die bisherigen Käse-Alternativen sind praktisch ausschließlich ernährungstechnisch „Müll" und wir machen im Alltag einen großen Bogen um diese Produkte. Diese pflanzlichen Käsevariationen bestehen meistens aus reinem Kokosöl und Mixturen von pflanzlichen Fetten, Nussmilch und/oder gepressten Nüssen. Bei den Produkten, bei denen es sich tatsächlich nur um fermentierte gepresste Nüsse handelt, kann man noch davon sprechen, dass sie gesundheitlich keine Katastrophe darstellen, aber diese sind eben immer noch sehr fett- und kalorienreich und können definitiv nicht als vernünftige Proteinquelle im Alltag gesehen werden.

Unsere Empfehlung: Veganer Käseersatz darf sein, aber er soll als fitness-technisch unvernünftige Ausnahme betrachtet werden!

Hier sind ein paar Ideen für (immer noch eher fettreiche, aber viel gesündere) selbstgemachte Käse-Alternativen:

  • Pizza-Käse: Cashewmus + Hefeflocken + Knoblauchsalz
  • Parmesan: Hefeflocken + Knoblauchsalz + gemahlene Walnüsse
  • Frischkäse (sogar eher fettarm): Natur-Sojajoghurt zuckerfrei über Nacht im Kühlschrank durch ein Seihtuch (Käsetuch) abtropfen lassen und am nächsten Tag die übrige Masse mit Kräutersalz und Schnittlauch würzen — oder für eine süße Variante mit Agavendicksaft, Dattelsirup oder Beeren vermengen


Einfache Proteinquellen unterwegs kaufen

Achtung: In dieser nicht-veganen Welt wird aktuell das vegane Angebot vieler Bäckereien und Restaurants nicht auf eine ausreichende Proteinquelle angepasst! Es ist daher von großer Wichtigkeit, dass wir selbst ein Auge darauf haben und nicht nur dazu übergehen, statt einem Schnitzel nur den Salat mit Avocado zu essen oder statt einem Schinken-Käse-Brötchen nur auf ein Hummus-Gurken-Brot zurückzugreifen. Es hilft, sich dessen bewusst zu sein und proaktiv für den Alltag vegane Proteinquellen mitzunehmen.

DM und Rossmann

Hier gibt es kleine, fettarme vegane Proteinshakes und Proteinkekse, die makronährstoffmäßig halbwegs vernünftig und sogar recht günstig sind.

Veganer Proteinriegel aus der Drogerie
Veganer Proteinriegel mit 32 % Protein

Raffaelas (weirder) Unterwegs-Tipp: Wer Tempeh gern roh snackt — dieser eignet sich sehr gut als proteinreicher Unterwegs-Kauf, da er im Gegensatz zu Tofu nicht tropft oder bröselt. Man kann ihn als Stange zu einem Stück Vollkornbrot und einer Paprika gut kauen und hat für unterwegs ein proteinreiches, recht günstiges Mittagessen auf die Hand.

Rewe und Edeka

Viele Supermärkte haben mittlerweile eine Salatbar mit einer großen Auswahl an veganen Fleischalternativen, die man sich für vernünftige Preise einfüllen kann. Besonders Rewe ist hier empfehlenswert. Achtung: Falafel sind frittierte Sesamfett-Kichererbsen und als Proteinquelle nicht empfehlenswert.

Raffaela zeigt auf ihrem Kochkanal gerne diverse Proteinquellen an der Salatbar.

Salatbar mit veganen Fleischalternativen
An der Salatbar gibt es oft vegane Fleischalternativen
Raffaela im Supermarkt
„Gym Meal — und davon wird man satt"

Sandwiches und Wraps

Allgemein werden in Bäckereien mittlerweile oft vegane Wraps und belegte Brote verkauft. Wie bereits erwähnt, kümmern sich die Läden dabei aber herzlich wenig um ein vernünftiges protein- und nährstoffangeglichenes Angebot für ihre vegane Kundschaft. So wird neben dem Schinken-Käse-Brot aus toten Tieren (das protein- und calciumreich ist) ein veganes Brot mit Avocado, Gemüse und Hummus angeboten (das protein- und fettreich ist). Es ist also nicht verwunderlich, dass sich unaufmerksame Neu-Veganer manchmal unbewusst schlechter und proteinärmer ernähren, wenn sie ihre Gewohnheit, im Alltag beim Bäcker schnell etwas zu holen, unreflektiert beibehalten und nur auf die veganen Varianten umlenken!

In der To-Go-Abteilung von Supermärkten, Bahnhöfen und vielen Tankstellen haben sich neben den üblichen Backwaren mittlerweile auch der eine oder andere proteinreichere vegane Wrap/Sandwich einen Platz gesichert. Im Alltag ist aufgrund der hohen Salzmengen und der oft mit viel Zucker gesüßten Saucen und Brote je nach Produkt eher davon abzuraten. Falls es unterwegs sonst nur Salat und Pommes zur Auswahl gibt, können diese Produkte eine halbwegs vernünftige Rettung sein.

Veganer Sweet-Chili-Wrap
Sweet-Chili-Wrap aus dem To-Go-Regal
Packung Protein-Wraps
Protein-Wraps, 8 Stück
Packung High-Protein-Wraps
High-Protein-Wraps aus Vollkorn
  • 5,2 g Fett, 8,3 g Protein / 100 g (enthält 170 g)
  • Rewe To-Go Chicken Style Sweet Chili — 8,1 g Fett, 9 g Proteine / 100 g (enthält 170 g)
  • Kann man auch gut unterwegs snacken: Proteinwraps (auch bei Aldi) — entweder „leer" (schmecken trotzdem super), oder man besorgt sich dazu einen möglichst fettarmen Gemüse- oder Linsenaufstrich

Restaurants

Es ist mittlerweile sehr üblich, dass es in jedem Restaurant — sogar im Steakhouse! — mindestens ein veganes Gericht gibt. Auf die Gefahr, dass wir uns wiederholen, muss es hier trotzdem nochmal gesagt werden: Die veganen Varianten der Tierleichen-Hauptgerichte werden von den Restaurants nicht mit einem Hintergedanken auf vernünftige Nährstoffversorgung für ihre vegane Kundschaft gestaltet! Das geht manchmal so weit, dass man statt einem kalorien- und proteinreichen Kuhleichen-Burger als Veganer eine wortwörtlich abgespeckte Variante mit einem frittierten Pilz statt dem Fleischpatty serviert bekommt. Auch der calcium- und proteinreiche Muttermilch-Käse wird lieblos entweder weggelassen oder mit einem rein aus Kokosöl bestehenden veganen Schmelzkäse ersetzt. Bitte lauft für eure Nährstoffversorgung nicht in diese Fallen! So etwas manchmal zu essen ist okay — aber ihr müsst euch dabei bewusst werden, dass ihr deutlich weniger und nährstoffärmer esst als beim nicht-veganen Menü.

Allgemein kann über Restaurantbesuche — auch in veganen Restaurants! — noch Folgendes gesagt werden: Die Restaurantbetreiber haben primär eine Sache im Sinn, nämlich dass euch das Essen so gut schmeckt, dass ihr wiederkommt. Salz, Fett und Zucker sind hier natürlich wichtige Geschmackstreiber, und deshalb seid euch bitte bewusst, dass Restaurantessen für euch schlechter zu tracken ist als selber zu kochen.

Comic: im Restaurant um weniger Öl bitten
„Weniger Öl, bitte!" — der wirksamste Satz im Restaurant

Es gibt aber auch beim Essengehen ein paar Tipps von uns, wie ihr fitte Veganer werden und bleiben könnt:

  • Um wenig Öl bitten („Könnten Sie das bitte mit möglichst wenig Öl braten? Danke!")
  • Nachfragen, wenn ihr euch nicht sicher seid: Ist dieses Menü sehr fettig?
  • Von Kokos-Currys und veganen Sahnesaucen Abstand halten
  • Gute Restaurants, um vernünftig, fettarm und proteinreich zu essen: asiatisch (Edamame, Tofu, Gemüse, Reis — um fettarme Zubereitung bitten!) und indisch (Kartoffeln, Kichererbsen, manchmal Tofu)
  • Schlechte Restaurants dafür: italienisch (beim normalen Italiener oft nur Nudeln mit Tomatensauce und Öl für Veganer; bei veganen Italienern fettige Pizzen mit Öl-Käse, manchmal allerdings gute Proteinquellen wie veganes Chicken) und diverse Fastfood-Ketten


Weitere hilfreiche Ressourcen für dein veganes Leben

Unser veganes Ernährungsteam

Hier findest du freundschaftliche Empfehlungen von Experten, denen wir vertrauen. Wenn du dort einen Termin buchst, lass sie gern wissen, dass du von uns kommst 💚

Christina Dengg, vegane Ernährungsberaterin M.Sc.
Christina Dengg (M.Sc.)
Wissenschaftlich fundierte Beratung unter individueller Berücksichtigung von Allergien und Unverträglichkeiten, Verdauungsbeschwerden und sportlichen Zielen. Zudem Schwangerschaftsberatung.
➡️ Zum gemeinsamen Podcast
Kennenlerngespräch buchen
Dominik Machner, veganer Ernährungsberater M.Sc.
Dominik Machner (M.Sc.)
Berät insbesondere vegane Sportler, Schwangere und Stillende. Außerdem Themen wie multiple Allergien, Kurzdarmsyndrom, CED oder Colitis ulcerosa.
➡️ Zum gemeinsamen Podcast
Kennenlerngespräch buchen
Marc Dittmann, Sportwissenschaftler und veganer Ernährungsberater M.Sc.
Marc Dittmann (M.Sc.)
Fokus auf sportwissenschaftlicher Beratung und veganer Sporternährung. Schwerpunkte sind Körperfettverlust und Muskelaufbau. Betreut Anfänger bis erfahrene vegane Sportler.
Kennenlerngespräch buchen
Luca Pasquariello, diplomierter Ernährungsberater
Luca Pasquariello (Dipl. Ernährungsberater)
Schwerpunkt auf ganzheitlicher Betreuung: Gesundheit, Energie, Fettverlust, Muskelaufbau und Leistungsfähigkeit. Arbeitet auch mit Intoleranzen und Stoffwechselerkrankungen.
➡️ Zum gemeinsamen Podcast
Kennenlerngespräch buchen
Dr. Anika Döll, Ärztin für Allgemeinmedizin und Ernährungsmedizinerin
Dr. Anika Döll (Ärztin)
Ärztin für Allgemeinmedizin mit Weiterbildung zur Ernährungsmedizinerin. In ihrer eigenen Praxis sind auch Laborkontrollen möglich. Da sie dort Kinder und Schwangere behandelt, hat sie sich viel mit pflanzlicher Ernährung bei dieser Zielgruppe beschäftigt.
Kennenlerngespräch buchen

Unser Merch

Unseren gesamten Merch findest du hier: